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Radkontrollen: Zwei Räder, ein Strafzettel Radkontrollen: Zwei Räder, ein Strafzettel
Verkehr

Radkontrollen: Zwei Räder, ein Strafzettel

Die Polizei kontrolliert immer öfter Rad- und E-Scooter-Fahrer. Für die einen verständlich, für die anderen schikanös.
Andreas Liberda
Dienstag, 16. Juli 2019
Verfasst am 16.07.2019 von Andreas Liberda

Die sogenannten Planquadrate für die Kontrollen von Autofahrern kennt man in Wien schon lange. Seit rund zwei Jahren werden aber Radfahrer und jetzt auch E-Scooter-Fahrer in der Stadt verstärkt kontrolliert. Bei den Lenkern auf zwei Rädern sieht man das zwiespältig. Einerseits gibt es Verständnis, da die Verkehrsalternativen zum Auto immer mehr werden. Andererseits sind Fahrräder und E-Scooter auch mit einem deutlich geringerem Gefährdungspotential für anderen Verkehrsteilnehmer verbunden.

Mittlerweile gibt es unter Radfahrern in Wien auch eigene Facebookgruppen, die sich über Messenger-Dienste gegenseitig vor Rad-Kontrollen warnen. In den Gruppen wird auch die Sinnhaftigkeit solcher Kontrollen diskutiert. Die Polizei schiebt aber die Verantwortung von sich: „Die Polizei wird tätig, wo ein Gesetz gebrochen wird“, sagt Brigadier Michael Takacs von der Landesverkehrsabteilung gegenüber W24. Über die Sinnhaftigkeit oder die Zweckmäßigkeit hätte der Gesetzgeber zu entscheiden. Die Straßenverkehrsordnung stammt ursprünglich aber aus dem Jahr 1960 und ist vor allem auf die Bedürfnisse des Autoverkehrs ausgelegt. Vielleicht bräuchten neue Verkehrsformen aber auch neue Verkehrsgesetze.