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Telefonseelsorge mit starkem Anrufer-Anstieg Telefonseelsorge mit starkem Anrufer-Anstieg
Gesundheit

Telefonseelsorge mit starkem Anrufer-Anstieg

Coronavirus in fast jedem Telefonat ein Thema.
Simon Windegger
Donnerstag, 26. März 2020
Verfasst am 26.03.2020 von Simon Windegger

Das grassierende Coronavirus und die damit verbundenen Sorgen haben zu einem sehr starken Anstieg von Anrufen bei der Wiener Telefonseelsorge geführt. "Normal sind es etwa 100 Anrufe am Tag, jetzt 150 bis 170", erzählte die Leiterin Antonia Keßelring. Das Virus Covid-19 werde in beinahe jedem der Telefonate thematisiert, wie es am Donnerstag laut Kathpress hieß.

In einem auf der Webseite www.katholisch.at veröffentlichten Podcast erzählte Keßelring auch aus dem derzeitigen Alltag der Telefonseelsorge und was die Menschen beschäftigt. So seien manche Anrufer mit den sozialen Medien nicht so firm und auf das Telefon angewiesen. Das drücke aufs Gemüt.

"Es rufen auch Menschen aus der Quarantäne an, die sagen, es müsste jemand kommen und sie testen. Andere machen sich Sorgen um die Ansteckungsgefahr für Ältere. Die Infektionen kommen näher", berichtete die Leiterin. Andererseits gebe es auch Beschwerden, wenn jemand bei der Hotline 1450 nicht durchkommt, oder Probleme mit dem eingeschränkten Ausgang hat.

Die Telefonseelsorge ist unter der Nummer 142 erreichbar. Außerdem gibt es eine Chat- und Mailberatung über die Webseite www.telefonseelsorge.at. Jene Personen, die via Mail und Chat helfen, arbeiten im Home Office.

"Am Telefon sind wir aber immer noch vor Ort", berichtete Keßelring weiters. "Wir haben das so gelöst, dass alles desinfiziert wird, jeder allein im Büro sitzt, wir lüften und es gibt ein Hygienemanagement." Wobei betont wurde, dass Mitarbeiter, die zur Hochrisikogruppe gehören oder mit Menschen dieser Gruppe zusammenleben oder sich um sie kümmern, freigestellt seien. (APA)