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Assistenzhund: Ein Traum wird wahr Assistenzhund: Ein Traum wird wahr
Gesellschaft

Assistenzhund: Ein Traum wird wahr

Seit einem Schlaganfall ist Tanja (28) ein Pflegefall. Ihr größter Wunsch: Ein Assistenzhund.
Vanessa Kogler
Mittwoch, 27. März 2019
Verfasst am 27.03.2019 von Vanessa Kogler

Im Oktober 2018 ist Tanja Forsters Familie mit dem Verein FairTrained in Kontakt getreten. Der Herzenswunsch der 28-jährigen Wienerin, die nach einem Schlaganfall 2013 ein Pflegefall ist: Einen eigenen Servicehund zu bekommen. Die Kosten dafür: Rund 25.000 Euro. Kurz vor unseren Dreharbeiten Ende März kam der erlösende Anruf. Das Geld ist zusammen.

Im April wird Tanjas Hund, ein Golden Retriever, geboren. Für eine Hündin hat sie schon einen Namen im Kopf: Emmi soll sie heißen. Die Aussicht auf ihren eigenen Assistenzhund gibt der ehemaligen Sekretärin einer Immobilienfima Auftrieb, erzählt ihre Mutter, Anna Forster. „In der Ergotherapie lernt sie bestimmte Handzeichen. Und es wird toll für sie, Verantwortung für jemanden anderen übernehmen.“

Wunschvierbeiner öffnet Türen

Weil Tanja keine typischen Sprachkommandos geben kann, haben sie viele Hundeschulen bzw. vereine, die Service- und Assistenzhunde ausbilden, abgelehnt. Nicht so der Verein FairTrained. „Tanjas Hund wird lernen vermehrt auf Handsignale zu achten und den Blickkontakt zu suchen“, erklärt die Obfrau Cornelia Reithner. Der Wunschvierbeiner soll auch lernen Türen zu öffnen, Schalter zu betätigen oder Dinge aufzuheben. Auch über einem eigenen Belohnungsbutton am Hightech-Rollstuhl wird bereits nachgedacht.

Tanjas Hund wird von Anfang an im Familienverband bei einem professionellen Trainer des Vereins leben. Mit einem Jahr steht die Gesundenuntersuchung an. Erst danach entscheidet sich, ob der Wunschvierbeiner auch tatsächlich als Assistenzhund dienen kann. „Die Ausbildung geht dann weiter. Die staatliche Prüfung erfolgt mit frühestens 18 Monaten“, erklärt Reithner. Die hohen Kosten würden sich unter anderem aus der Ausbildung samt diversen Trainings, den Untersuchungen und Prüfungen, sowie der Nachbetreuung ergeben. Fällt der Hund durch die strengen Prüfungen, trägt beinahe das gesamte finanzielle Risiko der Verein. Was das konkret für Tanja bedeutet? Erst im Herbst 2020 wird endgültig feststehen, ob ihr Vierbeiner einziehen darf oder nicht. Die Hundeschüsseln stehen jedenfalls schon bereit. Diesmal für Besuchshund Xanthos (Besitzer Hans-Jürgen Groß) (vk)