Große S-Bahn-Sperre in Wien startet: Das ändert sich für Fahrgäste
Hunderttausende Menschen sind täglich mit der Wiener S-Bahn unterwegs. Sie gilt als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der Ostregion. Damit das auch in Zukunft so bleibt, investieren ÖBB, Bund und Länder seit Jahren in die umfassende Modernisierung der sogenannten Stammstrecke. Nun beginnt die nächste große Bauphase: Ab Samstag, 4. Juli, ist die Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Praterstern bis 6. September komplett gesperrt. Während dieser Zeit sorgen zwei Ersatzbuslinien für eine Anbindung der betroffenen Stationen.
Weitere Sperren bis Ende 2027
Nach Abschluss der Sommerbaustelle folgt bereits die nächste Phase: Von 7. September 2026 bis Ende Oktober 2027 wird der Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Praterstern generalsaniert. Um die Auswirkungen für Pendlerinnen und Pendler abzufedern, wird das öffentliche Verkehrsangebot deutlich ausgebaut.
Geplant sind unter anderem:
dichtere Intervalle auf den U-Bahn-Linien U1, U2 und U4
Langzüge auf der Straßenbahnlinie O
die Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 18 bis zum Stadion
die Führung der Straßenbahnlinie 62 über den Hauptbahnhof bis Quartier Belvedere
Direkt-Shuttlebusse zwischen Wien Meidling (Eichenstraße) und Längenfeldgasse
Nach Abschluss der Arbeiten soll die Stammstrecke deutlich leistungsfähiger und fit für die kommenden Jahrzehnte sein.
Weitere Bauarbeiten im Schienennetz
Nicht nur auf der Stammstrecke wird gebaut. Von 10. August bis 6. September ist außerdem die Strecke zwischen Floridsdorf und Süßenbrunn beziehungsweise Gerasdorf gesperrt. Auch Fahrgäste der S80 müssen sich auf längere Einschränkungen einstellen: Die Linie ist von 7. September 2026 bis Ende 2027 gesperrt.
Mehr Zeit einplanen
Für Fahrgäste bedeutet das in den kommenden Monaten vor allem eines: häufiger umsteigen, mehr Zeit für den Arbeitsweg einplanen und auf Ersatzverbindungen ausweichen. Die größte Modernisierung der Wiener S-Bahn seit Jahrzehnten bringt zwar erhebliche Einschränkungen mit sich, soll langfristig jedoch für einen zuverlässigeren und leistungsfähigeren Bahnverkehr in Wien und der gesamten Ostregion sorgen.