Eisbrecher im Einsatz: Hafen Wien trotzt der Kälte
Eine anhaltende Kälteperiode hat dazu geführt, dass Wiener Gewässer erstmals seit 2017 wieder großflächig zufrieren. Auch in den Hafenbecken des Hafen Wien bilden sich bei Minusgraden rasch geschlossene Eisflächen. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten und Schiffe vor Schäden durch Eisdruck zu schützen, ist der Eisbrecher „MS Eisvogel“ derzeit regelmäßig im Einsatz.
Bereits ab Temperaturen von etwa minus sechs Grad frieren die Fahrrinnen innerhalb eines Tages zu. Der Eisbrecher hält die Hafenbecken in Freudenau, Albern und Lobau offen und sorgt dafür, dass Frachtschiffe sowie überwinternde Donaukreuzfahrtschiffe weiterhin sicher liegen können. Der Hafen Wien ist ganzjährig in Betrieb, auch im Winter laufen zahlreiche Schiffe ein.
Die „MS Eisvogel“ ist seit Jahrzehnten Teil der Betriebs- und Sicherheitsinfrastruktur des Hafen Wien. Das 1955 gebaute Spezialschiff kann je nach Eisstärke auch mit zusätzlichem Wasserballast arbeiten und Eis von mehreren Dezimetern Dicke brechen. Neben dem Eisbrechen wird das Schiff ganzjährig auch als Berge- und Feuerlöschschiff eingesetzt.
Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, zählt zu den wichtigsten Logistikstandorten an der Donau und spielt auch bei winterlichen Wetterbedingungen eine zentrale Rolle für Schifffahrt, Wirtschaft und Versorgungssicherheit.
Bild: David Bohmann