Auto-Wette: Ohne eigenes Auto mobiler und günstiger unterwegs
Die „Auto-Wette“ der Wiener Linien zeigt, dass Mobilität in der Stadt auch ohne eigenes Auto gut funktioniert. 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 37 Haushalten stellten ihren Privat-PKW für drei Monate in die Garage und nutzten stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad, Sharing-Angebote oder gingen zu Fuß. Eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universität für Bodenkultur belegt: Ohne eigenes Auto erreichen die Teilnehmenden ihre Ziele im Schnitt sogar etwas weiter entfernt als zuvor – bei nur geringfügig höherem Zeitaufwand.
Gleichzeitig sinken sowohl Verkehrsbelastung als auch Kosten deutlich. Während der Testphase legen die Teilnehmenden mehr als 80 Prozent ihrer Wege mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zurück, der Anteil der Autofahrten geht spürbar zurück. Insgesamt sparen sie dadurch rund 5,5 Tonnen CO₂ ein. Auch finanziell zahlt sich der Umstieg aus: Die Mobilitätsausgaben reduzieren sich ohne eigenes Auto um bis zu 40 Prozent gegenüber den durchschnittlichen Kosten eines Privat-PKW.
Die Erfahrungen wirken über die Testphase hinaus. Viele der Befragten ändern ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig und setzen künftig auf einen Mix aus Öffis, Rad und Sharing-Angeboten. Einige Haushalte denken darüber nach, ihr Auto ganz abzuschaffen. Die Auto-Wette zeigt damit, dass weniger Autos nicht nur dem Klima helfen, sondern auch Platz schaffen und den Alltag in der Stadt erleichtern.