Alte WU: "Bauwende" statt Abriss gefordert
Das Areal der ehemaligen Wirtschaftsuniversität im Althangrund im 9. Wiener Gemeindebezirk zählt zu den größten Stadtentwicklungsgebieten der Bundeshauptstadt. Über den Gleisen der Franz-Josefs-Bahn soll hier in den kommenden Jahren ein neuer Campus für Universitäts- und Schulnutzungen entstehen. Bevor es so weit ist, plant die Stadt jedoch den Abriss bestehender Gebäude – ein Vorhaben, das auf Widerstand stößt.
Die „Allianz Alte WU“, ein Zusammenschluss mehrerer Initiativen, kritisiert vor allem das Tempo des Projekts. Zwar befinde sich das Areal derzeit in einem städtebaulichen Wettbewerb, wie die Stadt betont. Ein Siegerprojekt soll bis Ende des Jahres feststehen. Ungeachtet dessen müssen mehrere Zwischennutzungsprojekte, die aktuell im Gebäude untergebracht sind, bereits in absehbarer Zeit ausziehen.
Die Initiativen lehnen die Entwicklung des Areals nicht grundsätzlich ab. Positiv hervorgehoben werden etwa geplante Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie eine bessere Durchlässigkeit des Geländes. Ziel sei es nicht allein, Bestehendes um jeden Preis zu erhalten, sondern eine nachhaltige Weiterentwicklung einzufordern.