VCÖ: Realer Spritverbrauch geht nur minimal zurück
Der reale Spritverbrauch bei Diesel-Pkw - also der Verbrauch pro 100 Kilometern - ist in den vergangenen 25 Jahren nur marginal zurückgegangen. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,4 Litern pro 100 Kilometer werden nur um 0,6 Liter weniger verbraucht als vor einem Vierteljahrhundert, schreibt der VCÖ am Mittwoch. Benziner liegen bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,7 Litern, das sei um 2,1 Liter weniger als vor 25 Jahren.
Zwar seien die Motoren effizienter geworden, die Modelle würden aber immer schwerer und größer - Stichwort: SUV-Boom. Das mache die Einsparungen beim Motor wieder zunichte und komme die Autofahrer in Zeiten der hohen Spritpreise teuer zu stehen. Der Spritverbrauch habe zudem einen stärkeren Einfluss auf die jährlichen Kosten als der Spritpreis, so der VCÖ. Wäre das vor rund 30 Jahren angekündigte 3-Liter-Auto heute Standard, wären die Spritkosten nur halb so hoch, mit einem Diesel-Pkw mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.640 Kilometern würde man damit im Vergleich zum aktuellen Durchschnittsverbrauch (6,4 Liter) 820 Euro an Spritkosten sparen.
Um den Spritverbrauch zu senken, könnte die Politik Anreize für Fahrgemeinschaften setzen oder niedrigere Tempolimits umsetzen. Die europäische Politik müsse zudem dafür sorgen, dass sparsamere Automodelle auf den Markt kommen, fordert der VCÖ. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten indessen langsamer, gleichmäßiger und niedrigtouriger fahren, um den Spritverbrauch niedrig zu halten. (APA)