Diese Webseite speichert Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung von W24.at erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK
Schließen
Turmfalken-Nachwuchs im Gemeindebau Turmfalken-Nachwuchs im Gemeindebau
Tierwelt

Turmfalken-Nachwuchs im Gemeindebau

Die jungen Greifvögel wachsen im Karl-Marx-Hof auf und können derzeit via Webcam beobachtet werden.
Vanessa Kogler
Mittwoch, 24. Juni 2020
Verfasst am 24.06.2020 von Vanessa Kogler

Es ist die häufigste Greifvogelart in Wien, seine mehr als 250 - 400 Brutplätze sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Die Rede ist vom Turmfalken. Derzeit werden die Jungtiere von ihren Eltern aufgepäppelt, zum Beispiel direkt im Karl-Marx-Hof (19.) Dort fängt das Geschehen jetzt eine eigene Webcam ein.

Ursprünglich zur Taubenabwehr angesiedelt

2002 wurden die Greifvögel unter dem damaligen Wohnbaustadtrat Werner Faymann im Gemeindebau angesiedelt – aus Artenschutzgründen und zur Taubenabwehr. Die drei Brutplätze gibt es noch immer. Heuer waren zwei davon besiedelt, zwei Jungtiere sind schlussendlich in einer der Kisten geschlüpft.

Beobachtungen bis Mitte Juli

„Jetzt beginnt eine spannende Phase, das Gefieder der Jungtiere färbt sich langsam. Sie unternehmen ihre ersten Stehversuche“, erklärt Vogelexperte Ferdinand Schmeller von der MA 22. Bis Mitte Juli etwa sind die Jungtiere noch zu beobachten. Danach werden sie flügge und suchen ihr eigenes Revier.

Wien als Turmfalken-Hotspot

Die Turmfalken sind eine streng geschützte Vogelart. In keiner europäischen Großstadt gibt es mehr Brutpaare als in Wien. Besonders die Lage am Stadtrand sagt ihnen zu. Auch auf den rund drei Fußballfeldern großen Grünflächen im Karl-Marx-Hof sieht man sie immer wieder nach Beute spähen.

Auf Mauerbrüter aufmerksam machen

Hintergrund des Projekts von Wiener Wohnen und der städtischen Umweltabteilung ist es, auf die Nistplätze von sogenannten Mauerbrütern aufmerksam zu machen. Im Zuge von Sanierungen werden ihre Brutplätze oft zerstört oder eingeschlossen. In den Wohnhausanlagen von Wiener Wohnen wurden mittlerweile 450 Nistplätze eingerichtet, erklärt Pressesprecher Stefan Hayden. Wichtig ist es, bereits vor der Sanierung abzuklären, ob dort gefährdete Arten angesiedelt sind.

Wer einen Nistplatz eines Mauerbrüters bei sich zuhause entdeckt, kann sich an die MA 22 wenden. Die Webcam im Karl-Marx-Hof zeichnet weiter auf und wird auch kommendes Jahr wieder im Einsatz sein, wenn die Greifvögel für die nächste Brut zurückkehren. (vk)

Mehr Infos gibt es unter gebäudebrüter.wien.at!
Hier geht’s lang zum Livestream!