Stadt Wien vergibt erstmals Preis für Kulturinitiativen
Die Stadt hat einen neuen Preis für Kulturinitiativen ins Leben gerufen, mit dem "herausragende Projekte und Leistungen im transdisziplinären Bereich der freien Wiener Kulturszene gewürdigt" werden sollen. Als erste Preisträger wurden am Mittwoch der Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L. sowie das Projekt QUESTION ME & ANSWER (QMA) - beide 2019 ins Leben gerufen - gekürt, gab Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) bekannt. Sie erhalten insgesamt 15.000 Euro.
A.R.E.A.L. erhält den mit 10.000 Euro dotierten "Preis für ein langjähriges, herausragendes Wirken im Kulturbereich". Der Verein verbinde mit ortsbezogenen und partizipativen Projekten künstlerische Praxis mit gesellschaftlichem Engagement und schaffe in ganz Wien Räume für Austausch und Mitgestaltung, hieß es in einer Aussendung. Die Jury würdigte besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Der mit 5.000 Euro dotierte "Preis für ein hervorragendes Projekt bzw. eine hervorragende Initiative" erhält QMA. Die von SolidarityPlus - Verein für ein solidarisches Miteinander ins Leben gerufene Initiative schaffe mit diversen Veranstaltungs- und Austauschformaten "Verbindungen zwischen neu nach Wien gekommenen Künstlerinnen und Künstlern, der lokalen Kunstszene und etablierten Kultureinrichtungen", lautet die Begründung.
"Die freie Kulturszene ist ein unverzichtbarer Teil der kulturellen Vielfalt Wiens. Kulturinitiativen schaffen Räume für künstlerisches Experiment, für Begegnung und Austausch und eröffnen Menschen neue Möglichkeiten, am kulturellen Leben unserer Stadt teilzuhaben", unterstrich Kaup-Hasler. Der Preis für Kulturinitiativen soll künftig jährlich an Einzelpersonen oder Teams mit Arbeits- und Wohnbereich in Wien vergeben werden. Die Auswahl erfolgt auf Empfehlung einer unabhängigen Fachjury, Bewerbungen für die Auszeichnung sind nicht möglich (apa).