Stephansdom bekommt "neues" Riesentor
Sie ist die wichtigste Kirche Wiens und steht schon seit hunderten Jahren: Der Stephansdom in der Inneren Stadt, ein Bauwerk aus Kalksandstein aus dem Leithagebirge. An ihm wird ständig gebaut und restauriert. Jetzt ist das Riesentor beim Haupteingang an der Reihe. Das ist zum letzten Mal vor 30 Jahren erneuert worden und zeigt bereits Abnützungserscheinungen. Feuchtigkeit und Salze machen etwa dem Sockel am Boden zu schaffen.
Derzeit prüft das Bundesdenkmalamt die Maßnahmen von damals, in enger Zusammenarbeit mit der Dombauhütte. Fix ist bereits, dass Dombaumeister Wolfgang Zehetner und sein 20 köpfiges Team neue Arbeit haben. Das Tor soll etwa ein dünnes Blechdach gegen den Regen bekommen. Die Überprüfung zeigt auch, dass unter der jetzigen Oberfläche noch immer alte Farbfassungen des Doms sichtbar sind. Denn bis ins 18. Jahrhundert war der Stephansdom bunt. Bunt wird das Riesentor zwar nicht, aber es bekommt eine neue Beleuchtung, um bestimmte Motive besser betonen zu können.
Bundesdenkmalamt und Dombauhütte betonen ausdrücklich ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit. In 15 bis 20 Jahren soll das Riesentor erneut evaluiert werden. Die aktuellen und geplanten Arbeiten dauern bis Spätherbst dieses Jahres. Und wie wird das Riesentor dann ausschauen? "Schön", sagt der Dombaumeister.