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Startschuss für Ausbau der Wiener Verbindungsbahn erfolgt Startschuss für Ausbau der Wiener Verbindungsbahn erfolgt
Verkehr

Startschuss für Ausbau der Wiener Verbindungsbahn erfolgt

Maßnahme soll 15-Minuten-Takt der Schnellbahn ermöglichen - Investitionen in der Höhe von 511,5 Mio. Euro - Unterführungen statt Bahnübergängen
W24 Redaktion
Freitag, 18. September 2026
Verfasst vor 1 Stunde von W24 Redaktion

Der Ausbau der sogenannten Verbindungsbahn in Wien, also der fünf Kilometer langen Strecke zwischen Hütteldorf und Meidling, ist nun auf Schiene: Nach zahlreichen Einsprüchen und gerichtsanhängigen Verfahren ist am Freitag der offizielle Baubeginn erfolgt. Die Modernisierung soll unter anderem einen 15-Minuten-Takt für die Schnellbahn S 80 ermöglichen. Auch zwei neue Haltestellen sind geplant.

Verkehrsminister Peter Hanke, die Wiener Verkehrsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) und ÖBB-CEO Andreas Matthä gaben den Startschuss für das Projekt. "Mit diesem Ausbau schaffen wir mehr Kapazität auf der Schiene, bessere Verbindungen und ein attraktiveres Angebot für die Fahrgäste", zeigte sich Hanke in einer Mitteilung anlässlich des Baubeginns überzeugt. Stadträtin Sima hob hervor, dass das Behördenverfahren fünf Jahre gedauert habe - davon alleine das Rechtsmittelverfahren dreieinhalb Jahre.

Mehr als 500 Mio. Euro an Investitionen

Die Verbindungsbahn, so versicherte ÖBB-Chef Matthä, sei weit mehr als ein Infrastrukturprojekt: "Sie ist ein Schlüsselprojekt für das gesamte Bahnsystem über die Bundeshauptstadt hinaus. Denn mit ihr verknüpfen wir die West- und Südstrecke noch besser miteinander." Auf der Verbindung investieren die ÖBB gemeinsam mit Partnern laut eigenen Angaben rund 511,5 Mio. Euro.

Abgeschlossen werden soll die Modernisierung 2036. Eine Maßnahme ist die Auflassung von sechs Eisenbahnkreuzungen. Stattdessen werden Unterführungen errichtet. Wartezeiten an Schranken würden damit der Vergangenheit angehören, während gleichzeitig die Sicherheit entlang der Strecke erhöht werde, wurde heute betont.

Anrainerinitiativen haben gegen den Umbau wiederholt mobil gemacht. Kritisiert werden etwa Baumrodungen oder der Umstand, dass die Bahn an mehreren Stellen nur über Stiegen und Aufzüge zu queren sein wird. Zuletzt wurde der Gang zum Verfassungsgerichtshof angekündigt. Die ÖBB kündigten zu dem Projekt eine Informationsoffensive mit Veranstaltungen und Ausstellungen an. (apa)