Steigende Ölpreise erhöhen Spritkosten in Wien
Der Krieg im Iran sorgt für steigende Ölpreise und damit auch für höhere Spritkosten in Wien. Darauf weist die Mobilitätsorganisation VCÖ hin. Wiener Haushalte mit Auto verbrauchen demnach im Schnitt 670 Liter Benzin und 800 Liter Diesel pro Jahr. Insgesamt werden laut Daten der Statistik Austria rund 410 Millionen Liter Kraftstoff getankt. Dabei liegt der Verbrauch von Erstautos deutlich höher als jener von Zweitautos.
Der VCÖ sieht in der starken Abhängigkeit des Verkehrs vom Erdöl ein strukturelles Problem und fordert politische Maßnahmen zur Reduktion. Gleichzeitig verweist die Organisation auf Einsparpotenziale: Mit spritsparendem Fahrstil lasse sich der Verbrauch um 15 bis 20 Prozent senken. Dazu zählen geringere Geschwindigkeit auf Autobahnen, vorausschauendes und gleichmäßiges Fahren, rasches Hochschalten, korrekter Reifendruck sowie der Verzicht auf unnötige Dachaufbauten oder Standlauf.
Wer den Verbrauch um einen Liter pro 100 Kilometer reduziert, spart laut VCÖ bei 15.000 Kilometern rund 250 Euro pro Jahr. Zusätzlich könnten kurze Wege vermehrt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. In Wien ist bereits rund jeder zweite Haushalt autofrei, was auch mit dem dichten öffentlichen Verkehrsnetz zusammenhängt.