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Mira Taylor: "Ich will einen Safe Space kreieren" Mira Taylor: "Ich will einen Safe Space kreieren"
Kultur

Mira Taylor: "Ich will einen Safe Space kreieren"

Vor 9 Jahren ist die schüchterne Singer Songwriterin von Minsk nach Wien gezogen. In ihren Songs verarbeitet sie ihre Ängste.
Peter Schreiber
Donnerstag, 26. März 2026
Verfasst vor 2 Tagen von Peter Schreiber

Schon als 5-Jährige hat Mira Taylor eine Gitarre in der Hand. Die Musikschule ist gleich bei ihrem Haus in der Weissrussischen Hauptstadt Minsk, deshalb hat sie ihre Mama dort hin geschickt.
Für Mira war die Musik immer schon ihre ganz eigene Welt. Viele Freund*innen hatte sie nicht, war schüchtern, nachdenklich und melancholisch. "Ich habe immer schon viel geweint", erzählt sie im Interview mit W24 Musikexperte Peter Schreiber. Das ist einfach ihr Gemüt.

Mit 13 übersiedeln sie und ihre Mutter nach Wien, hier geht sie auf eine internationale Schule. Ihr Papa ist aus Schottland, deshalb liegt ihr die englische Sprache zunächst näher. "Die Neue" sein fällt Mira anfangs nicht leicht, aber sie kämpft sich durch. Die Musik ist ein ständiger Begleiter, vorerst nur durch Coversongs, mit 18 schreibt sie erstmals ein eigenes Lied. Ihr neuestes trägt den Titel "Little Me" - eine Auseinandersetzung mit ihrem inneren Kind, dem Weg, den sie bereits gegangen ist, und der Hoffnung, dass ihr damaliges Ich heute auf sie stolz wäre.

In den letzten Jahren hat sie unzählige Live-Auftritte gespielt und sich eine durchaus große und vor allem begeisterte Fancommunity erspielt - ihre "Miracles". Miras Vibe erinnert an Künstlerinnen wie Taylor Swift oder Gracie Abrahms, auf ihren ehrlichen Songs singt sie über Freundschaften, mentale Gesundheit und ihre Ängste als junge Erwachsene. Nur auf der Bühne hat Mira keine Angst. Auch wenn sie danach manchmal ein paar Tage für sich braucht, gibt ihr ein Auftritt vor und mit ihren Fans Energie.

Mehr dazu im Video.

Foto: Tim Cavadini