Inventur im Tiergarten Schönbrunn: Mehr als 6.200 Tiere gezählt
Im Tiergarten Schönbrunn wird einmal im Jahr der gesamte Tierbestand erhoben. Dabei wird erfasst, wie viele Tiere, Arten und Haustierrassen im Zoo leben. Das Zählen mit dem Klemmbrett ist dabei nur symbolisch: In den einzelnen Revieren werden das ganze Jahr über detaillierte Listen geführt. Für die jährliche Auswertung werden diese Daten im sogenannten Institutional Collection Plan (ICP) zusammengeführt. Dieses Instrument hilft wissenschaftlich geführten Zoos dabei, ihren Tierbestand langfristig zu planen und zu entwickeln.
Die aktuelle Inventur zeigt: Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit 6.239 Tiere aus 502 Arten und Haustierrassen. Zu den Neuzugängen zählen unter anderem Onager, ein Großes Panda-Paar, Goldtakine sowie stark gefährdete Psychedelische Felsengeckos. Einige Arten werden ausschließlich hinter den Kulissen gehalten, etwa im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen.
Der Tierbestand verändert sich regelmäßig, etwa wenn Anlagen umgebaut oder neue Konzepte umgesetzt werden. Besonders im Fokus steht derzeit das Regenwaldhaus, das künftig mit neuen Arten und einem überarbeiteten Konzept auf den Schutz des Regenwaldes aufmerksam machen soll. Auch im im Vorjahr eröffneten Artenschutzhaus werden beschlagnahmte Tiere sowie Zuchterfolge bei bedrohten Arten präsentiert. Dazu zählen etwa mehrere Chamäleonarten, bei denen im Tiergarten bereits die sogenannte zweite Nachzuchtgeneration erreicht wurde.
Bild: Daniel Zupanc