Klima Biennale-Leiterin Sithara Pathirana zu Gast im W24-Studio
Die Klimabiennale setzt heuer stark auf den öffentlichen Raum – und bringt damit auch organisatorische Herausforderungen mit sich. Festivaldirektorin Sithara Pathirana betont, dass Genehmigungen je nach Projekt unterschiedlich schwierig zu bekommen seien. Während einige Vorhaben wie „Kühle Sache“ erfolgreich umgesetzt werden konnten, scheiterten andere – etwa eine geplante schwimmende Badeinsel im Donaukanal – an Zeitdruck und fehlenden Bewilligungen. Dennoch sieht Pathirana gerade in solchen Visionen einen wichtigen Beitrag: Auch nicht realisierte Projekte können neue Perspektiven für die Stadt eröffnen.
Insgesamt umfasst das Festival ein breit gefächertes Programm mit mehr als 70 Partnerinnen in ganz Wien. Ausgangspunkt ist das Kunsthaus Wien, von dort aus erstrecken sich die Projekte über die gesamte Stadt, mit einem Schwerpunkt am Karlsplatz. Dort lädt etwa ein temporärer „Strand“ als Begegnungs- und Diskussionsraum ein, der bewusst zwischen Erholung und kritischer Auseinandersetzung mit der Klimakrise pendelt. Ziel sei es, Besucherinnen emotional zu erreichen und zum Nachdenken über mögliche Zukunftsszenarien anzuregen.
Kunst könne dabei keine fertigen Lösungen liefern, so Pathirana, aber Denkräume öffnen und Menschen aktivieren. Ihre Vision für ein klimafreundliches Wien ist klar: mehr Grünflächen, weniger Verkehr und ein sozialer Stadtraum, der für alle zugänglich ist.