Neue U-Bahn-Station: Lina Loos haucht Geisterstation Leben ein
Ab Montag, dem 19. Jänner, nimmt die U2-Station Lina-Loos-Platz im 22. Bezirk den Betrieb auf. Sie liegt zwischen Aspernstraße und Hausfeldstraße und erweitert die Linie U2 von Seestadt bis Karlsplatz um eine weitere Haltestelle. Damit wächst das Wiener U-Bahn-Netz auf insgesamt 110 Stationen. Die neue Station erschließt das Stadtentwicklungsgebiet Oberes Hausfeld, eines der größten Wachstumsgebiete der Donaustadt, und sorgt von Beginn an für eine leistungsfähige Öffi-Anbindung für die künftigen rund 8.000 Bewohner*innen.
Besonderer Wert wurde auf Nachhaltigkeit gelegt: Zwei innovative Fahrradgaragen direkt bei den Stationszugängen erleichtern die Kombination von Rad und U-Bahn, begrünte Fassaden verbessern das Mikroklima und eine Photovoltaikanlage mit mehr als 70 Modulen am Dach liefert umweltfreundlichen Strom. Auch das Umfeld wird klimafit gestaltet: Der angrenzende Lina-Loos-Platz soll in den kommenden Jahren mit über 50 Bäumen, großzügigen Grünflächen, sickerfähigem Pflaster und einem Wasserspiel zu einer schattigen Aufenthaltszone werden. Ergänzt wird das Angebot durch sichere Radwege, eine WienMobil-Rad-Station und eine neue Busanbindung mit kurzen Umsteigewegen.
Der Bau der Station erfolgte bei laufendem U2-Betrieb. Bereits 2013 wurde der Rohbau errichtet, der endgültige Ausbau startete 2021. Errichtet wurden unter anderem ein Mittelbahnsteig, neue Stiegenaufgänge sowie barrierefreie Aufzüge. Stadt und Wiener Linien erwarten, dass die neue Station nicht nur den öffentlichen Verkehr stärkt, sondern auch den Autoverkehr reduziert und damit die Lebensqualität im neuen Stadtteil erhöht.
Namensgeberin der Station ist Lina Loos (1882–1950), Schauspielerin, Schriftstellerin und engagierte Friedensaktivistin. Die Benennung ist zugleich ein bewusstes Zeichen für mehr weibliche Sichtbarkeit im öffentlichen Raum, da Frauen in der Wiener Stadtbenennung weiterhin stark unterrepräsentiert sind. Mit der U2-Station Lina-Loos-Platz wird nun eine weitere bedeutende Wienerin dauerhaft im Stadtbild verankert – und ein neues Stadtviertel von Anfang an nachhaltig an das Öffi-Netz angeschlossen.
Foto: Wiener Linien/ Simon Wöhrer