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Belvedere: "Es ist schön, wenn einem die Bude eingerannt wird" Belvedere: "Es ist schön, wenn einem die Bude eingerannt wird"
Kultur

Belvedere: "Es ist schön, wenn einem die Bude eingerannt wird"

Das letzte Jahr von Generaldirektorin Stella Rollig wird ein "Jahr der Frauen".
Andreas Liberda
Donnerstag, 08. Jänner 2026
Verfasst vor 20 Stunden von Andreas Liberda

Das Belvedere hat das Jahr 2025 mit einem Besucherrekord abgeschlossen: Mit rund 2,030.000 Eintritten in allen drei Häusern wurde erstmals die Zwei-Millionen-Genze überschritten - ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Diese Zahlen verursachen einen Druck auf die Infrastruktur", betonte Generaldirektorin Stella Rollig bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Umso nötiger ist die Umsetzung des neuen Visitor Centers. Baustart ist für 2027 geplant, Eröffnung für Ende 2028.

"Es geht nicht nur um einen Eingangsbereich, sondern um eine unterirdische Halle", unterstrich der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Bergmann, der sich im Gegensatz zu Rollig bei der laufenden Ausschreibung beider Posten um eine dritte Amtszeit beworben hat, um die Umsetzung der auf Schiene gebrachten Großprojekte zu managen. Tatsächlich scheint der für 2027 geplante Baubeginn für den neuen unterirdischen Besucherbereich trotz des vom Bund verfolgten Sparkurses realistisch.

Das Obere Belvedere besuchten im abgelaufenen Jahr rund 1,556.300 Kunstinteressierte - bei den Gästen aus dem Ausland führt derzeit Italien vor Deutschland und den USA -, im Unteren Belvedere wurden 375.300, im Belvedere 21 99.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. "Es war ein sehr erfolgreiches Jahr", sagte Rollig. "2026 wird auch sehr schön." Das Ausstellungsprogramm stehe "stark im Zeichen von Künstlerinnen und feministischen Fragestellungen". Im "Jahr der Frauen" (Rollig) zeigt man 14 neue Ausstellungen, darunter mit Ferdinand Georg Waldmüller ("Nach der Natur gemalt", ab 27.2. im Unteren Belvedere) einen "Helden der österreichischen Kunstgeschichte" sowie mit Anni Albers, Erna Rosenstein, Erika Giovanna Klien, Sandra Mujinga, Sue Williams, Miao Ying und Friedl Kubelka/vom Gröller eine Reihe interessanter Künstlerinnen. (apa/red)