Öffis, Parken, Ortstaxe: Wien passt Tarife an
Im Finanzhaushalt der Stadt gibt es gestiegenen Konsolidierungsbedarf. Die aktuelle budgetäre Situation erfordere Einschnitte auf mehreren Ebenen. Spar-Teilbereiche erläutern Finanzstadträtin Barbara Novak und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) bei einem Hintergrundgespräch am Montag - allen voran, "um die hohe Qualität der öffentlichen Dienstleistungen zu bewahren und ausubauen - damit Wien sozial gerecht und lebenswert bleibt", so die beiden Ressortchefinnen. Konkret betrifft es die Öffi-Tickets und das Parken ab 1. 1. 2026.
Stadt kündigt Erhöhung ab 2026 an
Laut Novak und Sima steigen die Tarife ab dem 1. Jänner 2026. Die Jahreskarte der Wiener Linien wird etwa künftig 467 statt bisher 365 Euro kosten - wobei es einen Rabatt bei der digitalen Variante gibt. Auch andere Fahrscheine werden entsprechend angepasst. Für das Parken ist ebenfalls mehr zu bezahlen. Dabei steigen nicht nur die Preise für die Parkscheine, auch das Parkpickerl wird teurer. Es kostet künftig 13 statt wie bisher 10 Euro pro Monat. Im Bereich Tourismus wird es - wie bereits angekündigt - eine neue Maßnahme geben. Die bisherige Ortstaxe wird von 3,2 auf 8,5 Prozent angehoben.
Steigende Erhaltungskosten, begrenzte Spielräume
"Um den Wirtschaftsstandort Wien auch künftig auf Erfolgskurs zu halten, bedarf es einer soliden und verlässlichen Finanzbasis. Ebenso sind Investitionen in Infrastruktur, Bildung und nachhaltige Mobilität unverzichtbar, um den Anforderungen einer modernen, global vernetzten Stadt gerecht zu werden. Angesichts steigender Kosten, begrenzter finanzieller Spielräume und nicht ausreichend gegenfinanzierter Bundesentscheidungen ist es notwendig, bestimmte Abgaben anzupassen", erklären Novak und Sima.
Einsparungsbedarf bei allen Ressorts gegeben
Einen umfassenden Budgetkonsolidierungsbedarf hat Bürgermeister Michael Ludwig allen amtsführenden Ressorts vorgegeben. Seine Vorgabe: 500 Millionen Euro Einsparung für das Budgetjahr 2025.
Einen Beitrag dazu sehen Sie am Montag um 18:30 Uhr in 24 Stunden Wien auf W24.
Bild: Michael Unger