Arbeit in luftiger Höhe: Triumphsäule der Karlskirche wird restauriert
Seit einigen Wochen ist sie eingerüstet: die linke Triumphsäule der Karlskirche. Restauratorinnen und Restauratoren arbeiten derzeit in luftiger Höhe daran, die rund 300 Jahre alten Steinarbeiten wieder in Schuss zu bringen. Mitten im Gerüst unterwegs ist auch Manuela Fritz. Sie gehört zum Leitungsteam der Restaurierung und kümmert sich gemeinsam mit ihrem Team um die aufwendige Sanierung der historischen Säule.
Die barocke Kirche geht auf einen Auftrag von Karl VI. zurück. Der Habsburger ließ sie nach dem Ende einer schweren Pestepidemie errichten. Mehr als 20 Jahre wurde an dem monumentalen Bau gearbeitet, 1739 war die Kirche schließlich fertiggestellt. Seitdem wurde sie bereits mehrfach saniert – Erfahrungen, auf die die Restauratorinnen und Restauratoren heute zurückgreifen können.
In den kommenden Monaten steht zunächst eine gründliche Nassreinigung der Oberfläche an. Anschließend werden einzelne Bereiche vorsichtig mit Sandstrahltechnik bearbeitet. Danach folgt eine neue, detailgetreue Kartierung der gesamten Säule. Erst auf dieser Grundlage werden ältere Ergänzungen entfernt und durch neue, möglichst originalgetreue Elemente ersetzt – eine Arbeit, die viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl verlangt.
Wie lange das dauern kann, zeigt ein Blick auf die gegenüberliegende Seite: An der rechten Triumphsäule wurde rund zwei Jahre gearbeitet. Mit einer ähnlichen Bauzeit rechnen die Verantwortlichen auch diesmal. Am Ende soll die linke Säule wieder in hellem Weiß erstrahlen. Bis dahin wartet jedoch noch viel Arbeit auf Manuela Fritz und ihr Team – hoch oben am Gerüst der Karlskirche.