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Stadt Wien baut Hochwasserschutz weiter aus Stadt Wien baut Hochwasserschutz weiter aus
Umwelt

Stadt Wien baut Hochwasserschutz weiter aus

Wehrmauern der Auhof-Becken werden erhöht
W24 Redaktion
Montag, 10. November 2025
Verfasst am 10.11.2025 von W24 Redaktion

Nach dem Extremhochwasser 2024 baut die Stadt Wien den Hochwasserschutz weiter aus. Derzeit saniert die Stadt etwa die Wehrmauern der Auhof-Becken und erhöht sie um bis zu einen Meter. "Damit ist der Wienfluss nicht wie bisher auf ein tausendjährliches, sondern künftig auf ein Hochwasser vorbereitet, das statistisch nur alle 5.000 Jahre eintritt", sagte die für die Wiener Gewässer zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Montag.

Die Aufhof-Becken wurden als elementarer Teil der Wienfluss- Regulierung zwischen dem 13. und 14. Wiener Gemeindebezirk errichtet und schützen die Stadt Wien vor rasch an- und abschwellenden Hochwasserwellen. Die Retentionsbecken in Auhof übernehmen bei Hochwasser eine zentrale Schutzfunktion: Sie halten große Wassermengen so lange zurück, bis der Pegel des Wienflusses wieder sinkt und in der Folge das gespeicherte Hochwasser gefahrlos abgeleitet werden kann.

"Die Klimaveränderung führt nicht nur zu immer heißeren Sommern, sondern auch zu immer häufigeren und extremeren Starkregenereignissen. Was bisher als tausendjährliches Hochwasser galt, kann in Zukunft deutlich öfter eintreten. Daher baut die Stadt Wien vor, modernisiert und verstärkt die Rückhaltebecken zielgerichtet für Hochwässer, die bisher nur alle 5.000 Jahre erwartet wurden", so NEOS Wien Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner.

Weitere Maßnahmen

Neben der Erhöhung der Wehrmauern in Auhof werden auch an anderen Stellen Maßnahmen umgesetzt. So wird beim Donaukanal die Hochwassermauer zur U-Bahn hin verstärkt, um einem möglichen Rückstau vorzubeugen. In der Ludwiggasse in Wien-Penzing entsteht im kommenden Jahr zusätzlich eine neue Schutzmauer. Auch am Liesingbach wird der Hochwasserschutz verbessert und ausgebaut.

Donauhochwasserschutz funktioniert zuverlässig

Bei ihrem Bau in den 1970er-Jahren noch umstritten, bewährt sich die Wiener Donauinsel und die Neue Donau heute der Stadt Wien zufolge als umfassend funktionierende Hochwassereinrichtung. Drei Wehranlagen in der Neuen Donau regulieren bei einem Donauhochwasser die Wassermassen. Im Rahmen regelmäßiger Kontrollen wird der Donauhochwasserschutz einer technischen Überprüfung unterzogen und vollumfänglich gewartet. Bisher konnten sämtliche Hochwasserereignisse im Wiener Einzugsgebiet der Donau ohne nennenswerte Schäden abgewickelt werden. (APA)