Ludwig und Thurnher mit exklusivem Einblick ins ESC-Village
Bürgermeister Michael Ludwig und ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher haben am Freitag zahlreichen Medienvertreter*innen einen exklusiven ersten Einblick auf das ESC-Village am Wiener Rathausplatz gegeben - auch W24-Chefredakteur Hannes Huss war dabei.
Rund 300 Mitarbeiter*innen waren in den letzten Wochen beinahe täglich im Einsatz, um der Fan-Arena mit weit mehr als 10 Public Viewing Walls, vielfältiger Gastro und einer großen Bühne als Herzstück den letzten Schliff zu verpassen.
Am Sonntag ab 14.00 Uhr eröffnet das Eurovision Village am Wiener Rathausplatz offiziell, dann erfolgt hier nicht nur der Startschuss zur Song-Contest-Woche, man kredenzt auch viel Nostalgie: Von allerlei ESC-Veteraninnen und -Veteranen über 1990er-Star Haddaway bis zum da capo für den 2014 verstorbenen ESC-Sieger Udo Jürgens reicht das Musikprogramm. Dazu kommen das ESC-Quiz, Karaoke, Musical, eine Modeschau und am betont zünftigen Donnerstag sogar ein Frühschoppen.
W24 berichtet ab Montag ab 19 Uhr in "Vienna: 12 Points" vom ESC-Fieber in Wien!
Am frühen Sonntagnachmittag färbt man mit "The Great ESC Singalong" mit Sängerin und Vocalcoach Monika Ballwein das großflächige Areal sozusagen schon mal ein Stück weit musikalisch ein. Wer sich dann die Zeit zur großen Eröffnungszeremonie inklusive Vorbeidefilieren aller heurigen ESC-Acts - ab 17.00 Uhr - semisportlich vertreiben möchte, kann das mit einer Tanzstunde zu Cosmós kultiger "Tanzschein"-Choreografie tun.
JJ, RSO, Udo Jürgens und ein türkiser Teppich
Die Eröffnung und das "Turquoise Carpet Event" wartet dann neben den Ländervertreterinnen und -vertretern u.a. auch mit dem Radio-Symphonieorchester (RSO) des ORF inklusive Vorjahressieger JJ auf. Wer dann noch nicht nach Hause will, kann den ersten ESC-Abend in der an den meisten Tagen auf 15.000 Besucher ausgelegten Location an der Wiener Ringstraße mit Ex-Austro-Songcontestler Eric Papilaya oder einem Public Viewing von Udo Jürgens letztem Konzert (Zürich, 2014) verlängern.
Ihre Pforten öffnet die Party- und Konzertzone mit einer Ausnahme täglich um 14.00 Uhr. Neben Auftritten diverser Kandidaten des in der Wiener Stadthalle abgehaltenen 70. ESC gibt es Karaoke, drei Mal täglich ein "ESC Quiz", die bewährten "Tanzschein"-Stunden oder die u.a. auch seniorenheim-erprobten, geführten Mitsingformate. "Musical meets ESC" heißt es dann noch zusätzlich am halbfinalfreien Montagabend.
Eurodance und ESC-Granden
Am Dienstag - dem Tag des ersten Semifinales - gibt es für die Menge eine Melange an Eurodance-Acts, darunter die schwedische Band Alcazar ("Crying at the Discoteque"). An den beiden Halbfinaltagen folgt dann jeweils das große Public Viewing inklusive großem Zittern.
Den Mittwochabend machen sich recht erfolgreiche nordische Ex-ESC-Starter namens Erika Vikman (Finnland, 2025), Lordi - immerhin finnische Song-Contest-Sieger 2006 - und der estnische ESC-Hit des Vorjahres, Tommy Cash, untereinander aus, bevor dann die italienische Popsängerin Senhit, die neben ihrem heurigen ESC-Antreten für San Marino mit 1980er-Superstar Boy George im Gepäck auch bereits 2011 und 2021 am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hat, das Mikrofon übernimmt.
Frühschoppen und Global Kryner als Halbfinal-Vorprogramm
Zu Christi Himmelfahrt am Donnerstag wehen einem dann etwas andere Töne um den möglicherweise ESC-gebrandeten Steirerhut, wenn sich am ESC-Frühschoppen - standesgemäß ab 11.00 Uhr - drei Blasmusikkapellen ein Stelldichein geben. Der Tag unter dem Motto "Fairytale - Folk & Fun" setzt dann auch in der Folge auf folklorelastige ESC-Songs und lässt am Abend in Vorbereitung auf das zweite Semifinale Österreichs ESC-Teilnehmer von 2005, die Global Kryner, die Menschen auf das Public Viewing einstimmen.
Betont durcheinander präsentiert sich dann der "Wild Dances Freaky Friday" mit u.a. einer Parade der schrägsten ESC-Songs aus 70 Jahren, Auftritten von Studentinnen und Studenten der MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, einer Modeschau mit Marken und Designern aus zwölf ESC-Ländern und einem Set von u.a. DJ John Munich - seines Zeichens Sohn von Musik- und ESC-Legende Udo Jürgens.
Zoe läutet finales Public Viewing ein
Am Samstag steht dann alles im Zeichen des "Grand Final", das mit dem obligatorischen Gemeinschaftsschauen und einem Countdown für die Stunden davor begangen wird. Im unmittelbaren Vorfeld zur Liveübertragung wird Zoe - Austrostarterin des Jahres 2016 - ESC-Hits, ihre eigenen Songs und Chansons zum Besten geben. Wer nach dem Finale immer noch nicht genug vom Song Contest hat, kann sich die Entscheidung am Sonntag gleich noch einmal auf den Großleinwänden ansehen und langsam Abschied von dem wochenfüllenden Event nehmen, bevor der lange Anlauf zum 71. ESC beginnt.
Gutes Einlesen in Vorgaben für Eintritt zu empfehlen
An den beiden Halbfinaltagen und am Großwettkampftag Samstag wird die ohnehin weitläufige Fanzone am Rathausplatz übrigens jeweils nochmals erweitert. Durch die Teilsperre der Ringstraße erhöht sich das Fassungsvermögen von rund 15.000 auf gut 30.000 Besucher. Gut informieren sollte man sich über die Modalitäten des Zuganges zum Areal: So gelten "flughafenähnliche" Vorgaben und an unterschiedlichen Tagen auch unterschiedlich strenge Vorschriften zum Mitnehmen von Taschen bzw. "No-Bag-Policy" am Eröffnungs- und Finaltag, so die Angaben der Stadt Wien.
Der ORF schlägt in der Fanzone übrigens gleich eine Art ständige Vertretung auf: Im "ORF Glassstudio" lässt sich der Hostbroadcaster nicht lumpen. Angekündigt sind 68 Stunden TV-Programm und 38 Stunden Radio aus dem LED-beleuchteten Kubus.
Und auch für geistigen Beistand ist im "Village" gesorgt, wie die Kathpress kürzlich mitteilte. Von 12. bis 16. Mai richtet die Erzdiözese Wien in Kooperation mit anderen Glaubensgemeinschaften einen "interreligiösen Pavillon" auf dem Areal ein. Dieser soll "als offener Begegnungsraum für Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Glaubensrichtungen dienen". Man wolle unter dem Motto "United in Humanity - Connected by Music" den "interkulturellen und interreligiösen Austausch fördern und ein klares Zeichen für Vielfalt, Dialog und ein friedliches Miteinander setzen". (Red/hh)