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Filiah: Vom Burnout in die kreative Freiheit Filiah: Vom Burnout in die kreative Freiheit
Kultur

Filiah: Vom Burnout in die kreative Freiheit

Die Künstlerin befreit sich in ihrer neuen Single „Atlas“ von Schreibblockaden und Selbstzweifeln.
Peter Schreiber
Mittwoch, 22. Jänner 2025
Verfasst am 22.01.2025 von Peter Schreiber

Seit ihrer Kindheit ist die Singer-Songwriterin Filiah immer schon von Worten fasziniert, ihre musikalische Laufbahn beginnt bereits mit 12 Jahren. Sie sammelt Erfahrungen in Rockbands, tritt sogar auf dem Donauinselfest auf, gründet ihr Soloprojekt Filiah.
Bei ihrem Album „For Someone“ macht sie quasi alles selbst: sie schreibt und produziert es, übernimmt die Promoarbeit, bookt Konzerte, ist ihre eigene Pressesprecherin, kontaktiert Radiostationen und kümmert sich um Social Media. „Ich hab nicht gewusst, wen ich nach Hilfe fragen könnte, ich hätte mich auch nicht getraut. Und irgendwie wollte ich es mir selbst beweisen und einfach alles machen“. Zu viel für die damals 22jährige. Der kreative Geist brennt völlig aus, Filiah spürt sich auch nicht mehr wirklich. „Ich hatte nichts zu sagen. Wobei das stimmt nicht, ich hatte wahrscheinlich schon was zu sagen, aber ich wusste nicht wie ich es rauskitzeln soll. Alles hat sich schwer angefühlt“, erzählt sie im Interview mit W24 Musikexperte Peter Schreiber.
Zwei Jahre lässt sie die eigene Musik liegen, lernt Bass, spielt wieder in Bands, schreibt für andere Künstler*innen, das hat eine gewisse Distanz zu den eigenen Emotionen.
Bei einem Songwriting Camp in Kroatien platzt dann der kreative Knoten, sie fühlt sich geborgen, hat die richtigen Leute um sich. Vieles, was sich aufgestaut hat, muss raus. Wann, wenn nicht jetzt. Dabei entsteht der Song „Atlas“, auf dem sie ihre Selbstzweifel überwindet und sich (endlich wieder) rausnimmt, so zu sein, wie sie ist. Mehr dazu im Video.
Live zu sehen ist Filiah am 28.02.24 im Wiener Kramladen.
Foto: Marie Schrentewein