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Umwelt

Eigenes Obst in Wien pflanzen

Mit dem Verein "Obststadt Wien" sind alle dazu eingeladen, auf öffentlichen Plätzen Obstbäume zu pflanzen.
Hannes Huss
Dienstag, 21. Mai 2019
Verfasst am 21.05.2019 von Hannes Huss

Freies Obst für Jedermann – das war die Idee von Martin Mollay vor rund 7 Jahren, mit der er in Wiener Neustadt offene Türen einrannte. Inzwischen fruchtet seine Arbeit auch in der Hauptstadt, so wie hier im Obstpark an der alten Donau, einem Projekt des Vereins Obststadt Wien. Mit der Hilfe der Stadt werden so öffentliche Flächen für das Anpflanzen von Obstbäumen und Sträuchern für alle geöffnet.

Gepflanzt werden Sorten quer durch den Gemüse- bzw. Obstgarten, von Apfel, Birne, Marille und Pfirsich, bis hin zu Kitte und Maulbeere.

Wichtig beim Einpflanzen ist, dass genügend Platz für die Wurzeln ist und die Erde schön locker ist. Ordentlich wässern und das Ganze dann mit 2 Stecken befestigen, denn in Wien geht schon mal der Wind. Die Obstbaumpatinnen und Paten sind aber nicht nur zum Einsetzen der Bäumchen hier, sie alle werden sich in weiterer Folge abwechselnd um den Obstpark kümmern.

Der Obstpark an der alten Donau bringt Mensch und Natur in der Stadt wieder näher zusammen und wirkt sich positiv auf das Klima aus, auch im Sinne einer nachhaltigen Versorgung als regionaler Obstlieferant. Denn alles was nicht von weit her eingeführt werden muss, spart CO2. Was das Gemüse beispielsweise betrifft müsste Wien rein theoretisch überhaupt nichts importieren.

Denn tatsächlich essen wir nach wie vor etwas zu viel Fleisch und Kohlenhydrate und zu wenig Obst und Gemüse. Ein Besuch im Obstpark könnte uns also allen nicht schaden - bis der Früchte trägt, wird es allerdings noch ein Weilchen dauern.