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Ausstellung: Schlüsselmomente der Klimabewegung Ausstellung: Schlüsselmomente der Klimabewegung
Kultur

Ausstellung: Schlüsselmomente der Klimabewegung

"How To Occupy A Shipwreck" im Kunst Haus Wien zeigt Arbeiten von Oliver Ressler.
Rebin Showkat
Freitag, 09. Februar 2018
Verfasst am 09.02.2018 von Rebin Showkat

Was entstehen kann, wenn sich alles zusammenfügt, während alles auseinanderbricht, zeigt Oliver Ressler in seiner Ausstellung "How to Occupy a Shipwreck", die heute, Mittwoch, Abend in der Garage im Kunst Haus Wien eröffnet. In vier Filmen der Serie "Everything's coming together while everything's falling apart" dokumentiert er Schlüsselmomente der Klimabewegung an Orten des zivilen Widerstands.

Der aus der Steiermark stammende Künstler, Filmemacher und Aktivist arbeitet nicht nur überall auf der Welt, auch seine Werke werden rund um den Globus gezeigt: Mit der Videoinstallation "Occupy, Resist, Produce" war er in den vergangenen Jahren etwa in Oslo und Thessaloniki zu Gast, mit "Bedtime for Democracy" wurde er nach London eingeladen, in Istanbul fragte er "Who Throws Whom Overboard?". Auch auf der documenta war der 47-Jährige im vergangenen Jahr vertreten: Seine Videoinstallation "What is Democracy?" war Teil der großen Sammlungspräsentation, die das Athens Museum für Zeitgenössische Kunst (ENST) im Kasseler Fridericianum ausrichtete.

Im Kunst Haus Wien stehen nun jene vier Filme im Fokus, die Ressler seit 2015 erweitert und bearbeitet. Ein von ihm porträtierter Ort des Widerstands ist etwa eine Gegend in der Nähe von Nantes in Frankreich, wo 2012 aus dem Protest gegen den Bau eines neuen Flughafens ein Gebiet erwuchs, das die Polizei seither nicht betritt: Die "ZAD" ("zone a defendre") ist Europas größtes autonomes Gebiet, seit sich mehr als 40.000 Menschen gegen die Räumung und den Bau des Flughafens wehrten. "Die ZAD ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, dass die Schaffung von Alternativen und der Widerstand Hand in Hand gehen sollten", heißt es im Pressetext zum Film, in dem Ressler jene Menschen porträtiert, die nunmehr in den dortigen Auen und Wäldern selbstorganisiert leben. Am 15. Februar ist Oliver Ressler mit einem Vortrag über seine Arbeiten zu Gast im Kunst Haus Wien. (apa/red)