Diese Webseite speichert Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung von W24.at erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK
Schließen
Finanzierung von UNDOK gesichert Finanzierung von UNDOK gesichert
Arbeit

Finanzierung von UNDOK gesichert

Sozialministerium wird auch das Projekt MEN VIA fördern. Finanzierung wird jedoch geringer ausfallen als bis dato.
Siniša Puktalović
Freitag, 18. Mai 2018
Verfasst am 18.05.2018 von Siniša Puktalović

Überraschung am Freitag. Das Sozialministerium hat in einer Aussendung die Finanzierung der beiden Projekte UNDOK und MEN VIA zugesichert. Sowohl UNDOK (Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung UNDOKumentiert Arbeitender) als auch MEN VIA (Anlaufstelle für männliche Betroffene von Menschenhandel) wurden 2015 im Rahmen des Nationalen Aktionsplans gegen Menschenhandel 2015-2017 gegründet.

Ihre Finanzierung war nur noch bis Ende Mai gesichert, weswegen Mitarbeiter der beiden Projekte, um ihre Jobs fürchteten. Can Gülcü, Pressesprecher von UNDOK, war deswegen Anfang Mai zu Gast im W24-Studio: „Natürlich hoffen wir, dass die Sozialministerin im Sinne aller ArbeitnehmerInnen Österreichs das Projekt doch noch weiter finanziert, aber wir haben heute den 7. Mai. Viel Zeit ist nicht mehr übrig“, so Gülcü damals.

Auch viele andere Medien berichteten über das mögliche Ende von UNDOK. Der mediale Druck auf die Sozialministerin dürfte nun Wirkung gezeigt haben. „Die Weiterführung des Projekts ist als - von BMI und BMASGK gemeinsam umzusetzende - Maßnahme im Nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel 2018-2020 enthalten, der am 30.05.2018 von Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein in den Ministerrat eingebracht wird“, heißt es in der Aussendung.

"Undokumentierte Arbeitsverhältnisse sind in allen Branchen anzutreffen, am häufigsten jedoch im Hotel- und Gastgewerbe, am Bau, in der Landwirtschaft sowie im Bereich der persönlichen Dienstleistung", heißt es weiter in der Aussendung. 


Auf Anfrage von W24 hat die stv. Pressesprecherin des Sozialministeriums, Cornelia Mayer, gesagt, dass die Finanzierung bis Ende 2019 zugesichert sei. „Dann werden wir das Projekt neu evaluieren und über eine weitere Finanzierung entscheiden,“ so Mayer. Wie hoch die Finanzierung genau sein wird, das konnte sie nicht sagen, jedoch soll die Überweisung „etwas weniger ausfallen, aber es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen“, versicherte Mayer.

Can Gülcü zeigt sich über die Finanzierung erfreut. „Das bedeutet, dass wir weitermachen können. Aber so lange wir nichts Genaueres wissen und vor allem wie hoch unser Budget sein wird, heisst es für uns noch abwarten,“ so Gülcü gegenüber W24.