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Heißer Sommer lässt Wiener Weinernte schwächer ausfallen Heißer Sommer lässt Wiener Weinernte schwächer ausfallen
Wirtschaft

Heißer Sommer lässt Wiener Weinernte schwächer ausfallen

Die Erntemenge könnte heuer um 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Dafür rechnen die Winzer mit besonders hoher Qualität.
W24 Redaktion
Mittwoch, 02. September 2026
Verfasst vor 2 Tagen von W24 Redaktion

Das außergewöhnlich heiße und trockene Wetter macht den heimischen Weinbauern zu schaffen. Thomas Podsednik, Geschäftsführer und Leiter der Weingüter Mayer am Pfarrplatz und Rotes Haus, rechnet mit 30 bis 40 Prozent weniger Ertrag als im Vorjahr. Gleichzeitig erwartet er einen besonders hochwertigen Jahrgang.

Die Weinlese hat in Wien bereits begonnen, rund einen Monat früher als 2025. Grund dafür ist die frühere Blüte. Hohe Temperaturen und Trockenheit hätten zwar den Ertrag reduziert, gleichzeitig aber für Trauben mit konzentrierter Frucht und ausgeprägter Aromatik gesorgt, so Podsednik. Er erwartet einen „reifen, ausdrucksstarken Jahrgang“.

Wie stark die Ernteausfälle ausfallen, hängt von der jeweiligen Weinbauregion ab. Gebiete mit mehr Niederschlag oder besseren Bewässerungsmöglichkeiten dürften weniger betroffen sein.

Bewässerung wird angesichts heißerer und trockenerer Sommer zunehmend zum Thema. Mayer am Pfarrplatz und Rotes Haus setzen derzeit nur auf einem kleinen Teil ihrer Rebflächen Tröpfchenbewässerung ein. Bis 2030 soll die bewässerte Fläche deutlich wachsen. Auch hitzeresistentere Rebsorten und andere Methoden zur Anpassung an trockenere Bedingungen werden geprüft.

Ein Vorteil für die Wiener Weingüter ist laut Podsednik die Sortenvielfalt – insbesondere beim Wiener Gemischten Satz DAC, bei dem mehrere Rebsorten gemeinsam in einem Weingarten wachsen.

Abseits der Ernte bleibt auch alkoholfreier Wein ein Thema. Bei Mayer und Rotem Haus machen alkoholfreie Produkte mittlerweile rund zehn Prozent aus. Etwa ein Viertel der gesamten Produktion wird exportiert. Die USA zählen dabei weiterhin zu den wichtigsten Auslandsmärkten. (APA/Red)