Haus des Meeres: Neues Becken mit „rotem Zebra“
Tim und Schuppi. Das wären leichte, einprägsame Namen für Fische. Aber die Buntbarsche im neu gebauten 40.000-Liter-Aquarium im 2. Stock im Haus des Meeres heißen zB Aulonocara maylandi oder placidochromis phenochilus.
Im Haus des Meeres gibt es viele exotische und vom Aussterben bedrohte Tiere. Als moderner, wissenschaftlicher Zoo setzt es sich bewusst für den langfristigen Erhalt etwa der bedrohten Fischarten ein.
Im neuen Aquarium schwimmen rund 650 Süßwasserfische, die sonst nur im Malawi-See vorkommen. Er ist einer der größten und tiefsten Seen Afrikas.
Exotisch ist manchmal auch die Namensgebung: Ein Fisch heißt mit Trivialnamen „Roter Zebra“. Obwohl er weder rot noch gestreift ist.
Jeff Schreiner, Zoodirektor Haus des Meeres, meint, die Fische würden sich im neuen Becken „pudelwohl fühlen“. Das riesige Becken mit der 6 Meter langen und 2 Meter hohen Glasscheibe im Betonbunker zu errichten war eine bauliche Herausforderung. Doch durch diese Scheibe ist nun auch in Wien ein Blick in die bunte Unterwasserlandschaft des Malawi-Sees möglich.