Neues Schuljahr startet mit neuen Regeln
Mit dem Schulstart am 7. September treten auch in Wien mehrere neue Schulregeln in Kraft. Im Mittelpunkt der Debatte steht erneut das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Kopfbedeckungen, die das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllen, sind an öffentlichen und privaten Schulen verboten. Bei Verstößen folgen zunächst Gespräche, bei weiteren Verstößen kann ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet werden. Möglich sind Geldstrafen von 150 bis 800 Euro. Die Regelung dürfte erneut den Verfassungsgerichtshof beschäftigen.
Neu ist außerdem die verpflichtende Begleitung suspendierter Schülerinnen und Schüler. Ab vier Tagen Suspendierung werden verbindliche Förderpläne erstellt. Die Betroffenen sollen bis zu zehn Stunden pro Woche an psychosozialen Maßnahmen oder Projekten teilnehmen und zusätzlich Unterricht erhalten, um die Rückkehr in die Klasse zu erleichtern. Zum Einsatz kommen unter anderem Schulsozialarbeit und Schulpsychologie.
Daneben setzen rund die Hälfte der Pflichtschulen auf schulautonome Deutschfördermodelle. 400 Schulen mit besonderem Förderbedarf erhalten über den „Chancenbonus“ zusätzliches Personal. Ab Oktober sollen außerdem erstmals standortbezogene Leistungsdaten von Schulen veröffentlicht werden – allerdings in einem Vergleich, der die unterschiedliche Zusammensetzung der Schülerschaft berücksichtigt.