"andererseits": Inklusives Medium kämpft um Zukunft
2020 hat „andererseits“ als ehrenamtliches Projekt begonnen. Mittlerweile arbeiten 12 Menschen in der Redaktion in Wien-Mariahilf, die Hälfte davon hat eine Behinderung. Dadurch soll Vielfalt und Diversität im Journalismus gefördert werden. Das Ziel: Perspektiven von Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Journalismus zu machen, den alle verstehen.
3.800 Personen unterstützen das Medienprojekt aktuell mit einem Abo. Weil eine Förderung ausgelaufen ist, braucht es bis Ende Juni insgesamt 7.000 Abonnent*innen um alle Arbeitsplätze zu sichern und eine faire Bezahlung zu ermöglichen.
In der Vergangenheit hat „andererseits“ in verschiedenen Recherchen Missstände aufgedeckt. Etwa rund um Hürden für Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt, Problemen an Hochschulen oder zuletzt rund um das Thema Sterilisation. Oft gibt es auch Kooperationen mit anderen Medien oder Journalist*innen. Derzeit erscheint sechsmal im Jahr ein Magazin in leicht verständlicher Sprache. Zusätzlich gibt es wöchentliche Newsletter, immer wieder auch große Videorecherchen.
Mit drei verschiedenen Abomodellen hofft man, möglichst viele Menschen anzusprechen. Gleichzeitig soll dadurch die Unabhängigkeit gewahrt bleiben. (vk)