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Großeinsatz für Wiens Blaulichtorganisationen Großeinsatz für Wiens Blaulichtorganisationen
Songcontest

Großeinsatz für Wiens Blaulichtorganisationen

70 Sanitäterinnen und Sanitäter sowie 30 Feuerwehrleute sind rund um die Stadthalle im Einsatz.
Andreas Liberda
Dienstag, 12. Mai 2026
Verfasst vor 2 Stunden von Andreas Liberda

Obwohl es jede Woche mehrere Großveranstaltungen in der Wiener Stadthalle gibt - der 70. Song Contest, der in der kommenden Woche mit den beiden Halbfinals am Dienstag bzw. Donnerstag und dem Finale am Samstag in der Bundeshauptstadt über die Bühne geht, ist doch etwas Besonderes. Die Berufsrettung koordiniert die Einsätze und vertritt die Rettungsorganisationen in den Einsatzstäben und -gremien. Dazu kommt, dass sie verstärkt das normale Einsatzgeschehen in der Stadt abdecken wird, weil die privaten Organisationen aufgrund ihrer ESC-Verpflichtungen nicht mehr in dem Umfang übernehmen können, wie es erforderlich wäre, erläuterte Rainer Gottwald, Chef der Wiener Berufsrettung, der APA. Wie stets bei Großveranstaltungen - etwa auch beim Vienna City Marathon oder beim Donauinselfest - übernehmen private Rettungsorganisationen die Betreuung des Events selbst. Bei der Berufsrettung wurden die täglichen Einsatzkapazitäten in der Song-Contest-Woche um 30 Prozent erhöht. Bei normalerweise 800 Mitarbeitenden, die täglich in mehreren Schichten im Einsatz sind, sind das um 240 pro Tag mehr. Auch eine Urlaubssperre gibt es.

70 Sanitätskräfte täglich in der Stadthalle

Die Einsatzleitung in der Stadthalle stellt der Wiener Arbeitersamariterbund (ASB) mit Klaus Formanek, wie die Wiener ASB-Chefin Susanne Drapalik und Formanek selbst bekannt gaben. "Wir sind täglich mit 70 Sanitäterinnen und Sanitätern, Notärztinnen und Notärzten sowie Notfallsanitäterinnen und Sanitätern in der Stadthalle im Einsatz", sagte Formanek. "Bei allen neun Shows." Am Rathausplatz ist mit weiteren rund 70 Mitarbeitenden des Sanitätspersonals das Rote Kreuz hauptverantwortlich, während das Clubbing im Praterdome wieder federführend vom Samariterbund betreut wird.

"Wir waren auch 2015 schon im Einsatz. Der ESC ist ganz speziell, es gibt ein großes internationales Publikum", betonte Formanek im Gespräch mit der APA. Wobei in der Stadthalle das bei solchen Events "Übliche" erwartet wird: "Klassische Kollapsgeschichten: lange nichts trinken, lange stehen. Aber bei in der Summe 100.000 Besuchern gibt es immer Sonderfälle, die wir nicht vorhersehen können." Medizinisch werde es nicht anders als sonst sein, aber durch die Sprachbarrieren und unterschiedliche Kulturen könne es schon herausfordernder werden. Geplant werde das im Detail seit November, es gab zahlreiche spezifische Übungen.

Alle "Sanis" sicherheitsüberprüft

Der Rettungseinsatz ist Formanek zufolge ähnlich wie die Stadthalle selbst organisiert: Es gebe einen Bereich hinter den Schleusen und einen außerhalb der Schleusen. Für beide Bereiche gebe es Abschnittskommandanten, auch das Rettungspersonal, das im durchgeschleusten Bereich arbeite, habe die Sicherheitskontrolle durchschritten und verfüge über die entsprechenden Akkreditierungen. Alle Mitarbeitenden beim ESC wurden sicherheitsüberprüft. Das sind insgesamt rund 400 Sanitäterinnen und Sanitäter bzw. Ärztinnen und Ärzte. Dazu kommt der Rathausplatz. "In Summe wurden um die 800 Mitarbeiter geprüft", so Formanek.

Der Einsatz ist im Wesentlichen aber ein Zusammenspiel aller in Wien tätigen Rettungsorganisationen. Auch die Johanniter, die Malteser und der Sozialmedizinische Dienst sind beteiligt. Der Spezialeinsatz startet am kommenden Sonntag und endet am Sonntag eine Woche später. Alle Beteiligten betonten die hervorragende Kooperation der Rettungsorganisationen in der Stadt.