Traditionelle Torte und moderne Kunst: 150 Jahre Hotel Sacher
1832 beauftragte Prinz von Metternich den erst 16-jährigen Bäckerlehrling Franz Sacher, einen Kuchen für seine Gäste zu backen. Das Meisterwerk sollte aus Schokolade, Marillenmarmelade und Obers bestehen. Der Sohn dieses Patissiers, Eduard Sacher, eröffnete dann vor 150 Jahren das Hotel Sacher.
Zum Jubiläum kündigt es eine große Enthüllung an. Im traditionellen Luxushotel in der Innenstadt, in dem auch Prominente gerne verweilen, wird aber doch stets die Privatsphäre geschützt?! Die Enthüllung betrifft die beiden Skulpturen von Erwin Wurm, dem bedeutenden österreichischen Bildhauer. Step Big und Dancer heißen die beiden. Sind es skurrile Skulpturen mit Gesellschaftskritik? Sind es Reisende? Ist alles nur Fassade? Die Skulpturen posieren voraussichtlich bis kurz vor Weihnachten vor dem Hotel Sacher, das damit sichtbar Tradition und Moderne verbindet.
Das Hotel Sacher wurde im Jahr 1876 errichtet. Anna Sacher übernahm nach dem Tod ihres Mannes rund 40 Jahre die Leitung des Hotels. Nachdem sie starb, stellten Familie Gürtler und Familie Siller sicher, dass das Hotel in familiären Händen blieb. Die Familie Gürtler betreibt seit 1934 die Sacher Hotels und Cafés. 2014 übernahmen Georg und Alexandra Gürtler den Betrieb. Es ist das einzige 5-Sterne-Hotel in Wien, das einer Familie gehört und von ihr geführt wird. Es ist auch als einziges Hotel der DACH-Region unter den weltweit besten Luxushotels gelistet. Und die Sachertorte als Wahrzeichen des Hauses wurde mit der Zeit auch ein bisschen eines der Stadt Wien.