Tiergarten Schönbrunn: Antilope erschossen
Ein Jungtier der Hirschziegenantilopen ist in der Nacht auf Sonntag von Unbekannten im Zoo Schönbrunn erschossen worden. Der Sachverhalt wurde am Montag von den Verantwortlichen des Tiergartens in einer Polizeiinspektion gemeldet. Gegenüber der APA bestätigte der in Wien-Hietzing gelegene Zoo den Vorfall. Eine Tierpflegerin fand demnach das getötete Tier, ein Tierarzt führte eine Obduktion durch, wobei eine mutmaßliche Schussverletzung festgestellt wurde.
Aufgrund des vorliegenden Verdachts der Tierquälerei (§ 222 StGB) wurden umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Erste Ergebnisse legen nahe, dass gegen 3.00 Uhr tatsächlich eine Schussabgabe von außerhalb des Geheges erfolgte. Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Umweltdelikte, hat die Amtshandlung übernommen.
Nachtdienste aufgestockt und verstärkt
Der Tiergarten Schönbrunn reagiert auf den Vorfall und hat umgehend die Nachtdienste aufgestockt und durch externe Security verstärkt sowie weitere Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorgänge gesetzt, hieß es gegenüber der APA. "Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut, dahingehend tun wir alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten", hielt dazu Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck fest. Weitere Details können aus ermittlungstaktischen Gründen und in Absprache mit den Ermittlungsbehörden nicht kommuniziert werden, hieß es in dem schriftlichen Statement des Tiergartens.
Die Hirschziegenantilope wird laut Angaben des Tiergartens wegen der dunklen Färbung des Rückens bei männlichen Tieren auch Schwarzbock genannt, Weibchen und Junge sind jedoch sandfarben. Während die Weibchen hornlos sind, fallen Männchen durch ihre großen, schraubenartig gewundenen Hörner auf. (APA)
Fotocredit: Tiergarten Schönbrunn, Daniel Zupanc