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„Licht, Luft und Schatten“: Gemeindebauten im Nationalsozialismus „Licht, Luft und Schatten“: Gemeindebauten im Nationalsozialismus
Gesellschaft

„Licht, Luft und Schatten“: Gemeindebauten im Nationalsozialismus

Neu recherchierte Zahlen und erschreckende Einzelschicksale ab 1938 hält das DÖW im neuen Sammelband fest.
W24 Redaktion
Mittwoch, 04. Februar 2026
Verfasst vor 2 Stunden von W24 Redaktion

Die Wiener Gemeindebauten gingen nach dem Anschluss 1938 in den Besitz und die Verwaltung der Nationalsozialisten über. Die Folge waren mehr als 3.600 Kündigungen von Mietverträgen von jüdischen Bewohner*innen.

Wie Juden und Jüdinnen sowie Widerstandskämpfer*innen gegen das NS-Regime aus ihren Gemeindewohnungen vertrieben wurden, hält das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes im neuen Sammelband fest. Mit genau recherchierten Zahlen und Fakten, aber auch mit herzzerreißenden Einzelschicksalen zeigt das Buch namens „Licht, Luft und Schatten – Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus“ auf, was im Wiener Gemeindebau ab 1938 passiert ist.

Die Historikerin und Herausgeberin Claudia Kuretsidis-Haider leitet die Abteilung Historische Sammlungen am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), das unter anderem die Erinnerungskultur fördert.

Wien ist wachsam, sagt Vizebürgemeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal bei der Buchpräsentation im Wien Museum. Denn wohin Angstmache, Hetze und das Schaffen von Feindbildern führen können, führt dieser – im Auftrag von Wiener Wohnen entstandene – Sammelband vor Augen.