Kurz, heftig und weiß: Wien wacht im Winterwunderland auf
So viel Schnee in so kurzer Zeit – das ist in Wien mittlerweile eine Seltenheit. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag war es jedoch wieder so weit: Rund 20 Zentimeter Neuschnee verwandelten die Stadt bis Freitagmorgen in eine Winterlandschaft. In den Außenbezirken fiel stellenweise sogar noch etwas mehr.
Dank präziser Wetterprognosen kam der Wintereinbruch allerdings nicht überraschend. Davon profitierte auch der Winterdienst der MA 48. Insgesamt 68 eigene Streufahrzeuge waren bereits in der Nacht im Einsatz, dazu kamen 143 Kleinfahrzeuge. Zusätzlich unterstützten private Dienste mit rund 70 weiteren Geräten. Herausfordernd gestaltete sich die Situation in den Morgenstunden vor allem für den öffentlichen Verkehr. Während die U-Bahnen größtenteils planmäßig unterwegs waren, kam es bei Bus- und Straßenbahnlinien der Wiener Linien zu Verzögerungen.
Viele Wienerinnen und Wiener hatten sich offenbar auf die Wetterlage eingestellt. Auf den Straßen war deutlich weniger Verkehr als üblich, auch bei den Öffis hielt sich der Unmut in Grenzen. Für die Einsatzkräfte bedeutet der Wintereinbruch dennoch einen 24-Stunden-Dienst. Doch so rasch der Schnee gekommen ist, dürfte er auch wieder verschwinden. Mit steigenden Temperaturen ist bald Entspannung in Sicht – auf den Straßen ebenso wie für den Winterdienst.