Eisschwimmen in Wien: Rettung warnt vor unterschätzten Gefahren
Eiskalt, extrem und für viele ein Adrenalinkick: Eisschwimmen wird in Wien immer populärer. Was auf erstem Blick nach Mut und Selbstüberwindung aussieht, kann auch schnell gefährlich werden. Die Wiener Rettungsorganisationen warnen vor den oft unterschätzten Risiken der extremen Kälte.
Ein plötzlicher Kälteschock, Atemnot oder schmerzhafte Muskelkrämpfe können bei Anfänger ohne Vorbereitung bereits wenige Sekunden nach dem Eintauchen auftreten. Der Extremsportler und Eisschwimmer Josef Köberl demonstriert, wie rasch es beim Eisschwimmen zu Notfällen kommen kann. Der Körper reagiert auf das kalte Wasser mit Stress und der Kreislauf sowie die Atmung geraten aus dem Gleichgewicht.
Jede Sekunde zählt
Kommt es zu einem Notfall, müssen Rettungskräfte schnell und koordiniert handeln. Jeder Handgriff sitzt, denn Zeit ist ein entscheidender Faktor. Noch bevor professionelle Hilfe eintrifft, sind jedoch oft Umstehende gefragt. Rasches Reagieren und das richtige Verhalten können im Ernstfall Leben retten. Sobald die betroffene Person aus dem Wasser ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Unterkühlung. Der Körper verliert weiterhin Wärme, nasse Kleidung verschärft die Situation zusätzlich. Wichtig ist daher, die Person so schnell wie möglich zu schützen und vorsichtig aufzuwärmen.
Klare Regeln für mehr Sicherheit
Damit es gar nicht erst zu gefährlichen Situationen kommt, raten Expert*innen zu klaren Sicherheitsregeln. Eisschwimmen sollte niemals alleine erfolgen, eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Wer ins kalte Wasser geht, sollte seinen Körper kennen, Warnsignale ernst nehmen und im Notfall sofort Hilfe holen. Nach dem Schwimmen heißt es: rasch abtrocknen, warme Kleidung anziehen und dem Körper Zeit geben, sich wieder aufzuwärmen.
Mit Umsicht, Vorbereitung und gegenseitiger Aufmerksamkeit wird der Gang ins eiskalte Wasser kein unnötiges Risiko.