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Wiener Koalition fixierte Life Science Center und Stadtentwicklung Wiener Koalition fixierte Life Science Center und Stadtentwicklung
Politik

Wiener Koalition fixierte Life Science Center und Stadtentwicklung

Die rot-pinke Stadtkoalition in Wien hat am Freitag im Rahmen eine Pressekonferenz die wichtigsten Eckpunkte ihrer Arbeit präsentiert.
W24 Redaktion
Freitag, 23. Jänner 2026
Verfasst am 23.01.2026 von W24 Redaktion

SPÖ und NEOS haben am Freitag bei einer Klausur der Wiener Stadtregierung im Rathaus unter anderem zwei neue Stadtentwicklungsgebiete sowie die Errichtung eines Life Science Centers fixiert. Zudem wurde in einer Pressekonferenz, an der unter anderem Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und NEOS-Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling teilnahmen, ein neuer Tourismus-Jahresrekord verkündet. Auch die Medieninitiative wird fortgesetzt. Bei der Klausur ging es vorrangig um Standortfragen. Sie stand unter dem Motto "Starke Wirtschaft - Starkes Wien". Ludwig hob nach dem Treffen einmal mehr hervor, dass Wien zuletzt als einziges Bundesland ein Wirtschaftswachstum verzeichnet habe. "Wir sind der Wirtschaftsmotor in Österreich." Auch die Beschäftigtenzahl steige. "Wir werden versuchen, das weiter beizubehalten", versprach der Stadtchef. Man wolle versuchen, das "zarte Konjunkturpflänzchen" nicht abzuwürgen und investiere darum.

Life Science Center in Neu Marx

Auch Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Emmerling verwies auf das Ziel, den Standort zu stärken. "Gerade nach Jahren der Rezession ist es wichtig, nach vorne zu schauen." Grundlage für Wirtschaftswachstum sei Bildung, darum werde man etwa im Elementarbereich Reformen in die Wege leiten.
Einen wichtigen Beitrag zur Positionierung der Stadt als Technologie-Hub soll ein neues Life Science Center leisten, das auf rund 14.000 Quadratmeter im Stadtteil Neu Marx im Bezirk Landstraße errichtet wird. Ein Schwerpunkt dort wird der Bereich Künstliche Intelligenz im Zusammenhang mit Gesundheitsforschung und Biotechnologie sein, hieß es. Das Zentrum wird von der Wirtschaftsagentur Wien realisiert. Investiert werden rund 170 Mio. Euro.

Die Fertigstellung wurde von Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) für 2029 avisiert. Auch eine Mieterin gibt es bereits, wie sie ausführte. Es handelt sich um "Aithyra", das von der Boehringer Ingelheim Stiftung finanzierte Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz in der Biomedizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Es wird rund 7.000 Quadratmeter und damit 50 Prozent der Flächen belegen - und kann laut heutigem Stand bereits zum Start der Einrichtung einziehen.
"Life Science ist tatsächlich eines der Stärkefelder der Stadt", erläuterte Novak. 800 Unternehmen seien in der Stadt in diesem Bereich tätig. Auch alle großen globalen Player hätten hier Standorte.
Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) führte aus, dass Wien heuer mit der Entwicklung von fünf Stadtquartieren startet, in denen insgesamt 4.530 geförderte Wohnungen entstehen sollen. Darunter befinden sich zwei völlig neue Stadtentwicklungsgebiete, wie betont wurde. Es handelt sich dabei um ein Flächen beim Gasometer in Simmering und eine Fläche an der Wagramer Straße in der Donaustadt.

Kritik der Opposition
Die Opposition ließ kein gutes Haar an den Ausführungen. Für FPÖ-Chef Dominik Nepp leb Ludwig in einer "politischen Parallelwelt". Das Grüne-Spitzenduo Judith Pühringer und Peter Kraus sah einen unbeholfenen Versuch, von einem Kürzungsbudget abzulenken. Es sei bemerkenswert, wie viel heiße Luft an so eiskalten Tagen produziert werden könne, staunten die beiden. ÖVP-Obmann Markus Figl vermisste Entlastungsmaßnahmen und Reformen. Menschen und Betriebe würden nur Belastungen spüren, das sei enttäuschend, beklagte er. (apa/red)

Ergänzend dazu sehen Sie W24-Interwiews mit etwa SPÖ-Wien-Klubchef Josef Taucher und NEOS-Wien-Klubchefin Selma Arapovic!