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WIGEV: 13.200 Geburten letztes Jahr WIGEV: 13.200 Geburten letztes Jahr
Gesellschaft

WIGEV: 13.200 Geburten letztes Jahr

Leichte Steigerung gegenüber 2024 - Umfassende Betreuung für Eltern
Alessa Däger
Montag, 19. Jänner 2026
Verfasst vor 1 Stunde von Alessa Däger

Rund 13.200 Babys - genau 13.181 - sind im vergangenen Jahr in den Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) zur Welt gekommen. Damit erblickten mehr als die Hälfte aller Neugeborenen in der Bundeshauptstadt in einem WIGEV-Spital das Licht der Welt, teilte der Gesundheitsverbund am Montag via Aussendung mit. Damit wurden 2025 pro Tag 36 Babys in WIGEV-Krankenhäusern geboren. Gegenüber 2024 gab es eine leichte Steigerung der Geburten, damals waren es 13.116.

Nach der Statistik des Gesundheitsverbundes betrafen 264 Geburten im vergangenen Jahr solche von Zwillingen oder Mehrlingen. Die meisten Kinder pro Monat wurden mit 1.247 im Juli zur Welt gebracht.

Die steigende Zahl der Geburten bringt auch einen erhöhten Bedarf an umfassender medizinischer und manchmal auch psychischer Betreuung, so der WIGEV. Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit als Jungfamilie seien für viele Frauen und ihre Familien eine Phase großer Veränderung, die psychisch herausfordernd sein könne. Daher biete man "ein breites Spektrum spezialisierter Leistungen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt", unter anderem die Pränataldiagnostik, die Betreuung von Risikoschwangerschaften sowie eine umfassende neonatale Versorgung. Spezialambulanzen wie jene für Endometriose und peripartale Psychiatrie ergänzen das umfassende Angebot.

Nicht umsonst, denn rund 15 bis 20 Prozent aller Mütter und fünf Prozent aller Väter leiden rund um die Geburt (peripartal) oder danach (postpartal) an einer Depression. "Eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes bringen tiefgreifende körperliche, seelische und soziale Veränderungen mit sich. Diese vollkommen neue Lebensrealität kann das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen", betonte Claudia Reiner-Lawugger, Leitende Oberärztin der Spezialambulanz für peripartale Psychiatrie an der Klinik Ottakring.

"Leider passiert es häufig, dass sich Schwangere oder frisch gebackene Eltern zurückziehen und keine Hilfe in Anspruch nehmen. In unserer Ambulanz bieten wir frühzeitige Abklärung und individuelle Begleitung von der Beratung bis hin zu therapeutischen Maßnahmen", ergänzte die Medizinerin. Nicht zuletzt deshalb wird an der FEM Elternambulanz in der Klinik Ottakring psychologische Beratung und Begleitung für schwangere Frauen und Eltern in psychosozial belastenden Situationen angeboten.

"Viele Frauen erleben rund um Schwangerschaft und Elternschaft großen Druck, etwa durch Erwartungen, fehlende Unterstützung oder belastende Lebensumstände", sagte Eva-Maria Strobl, Leiterin der FEM Elternambulanz. "Unser Angebot setzt bewusst niederschwellig an. Wir hören zu und helfen dabei, gemeinsam nächste Schritte zu finden (apa)."