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Tourismus: So viele Nächtigungen wie noch nie Tourismus: So viele Nächtigungen wie noch nie
Wirtschaft

Tourismus: So viele Nächtigungen wie noch nie

Plus von 6 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 20244. Auch Umsätze so hoch wie noch nie.
W24 Redaktion
Mittwoch, 28. Jänner 2026
Verfasst vor 1 Stunde von W24 Redaktion

Es ist das beste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn: Der Wien-Tourismus hat 2025 einen neuen Nächtigungsbestwert verbucht und dürfte auch bei den Umsätzen neue Höchstmarken verzeichnen. Das haben Wirtschafts- und Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) und Tourismusdirektor Norbert Kettner am Mittwoch in einer Pressekonferenz ausgeführt. Konkret wurden im Vorjahr 20,07 Mio. Übernachtungen registriert. Damit wurde erstmals die 20-Mio.-Marke übersprungen.

Laut Novak beträgt das Plus zum Jahr davor 6 Prozent, wobei 2024 ebenfalls ein Rekordjahr war. Die Umsätze sind, da der Dezember hier noch fehlt, noch nicht zur Gänze ausgewertet. Allerdings dürfte auch in dieser Kategorie ein Bestwert ins Haus stehen. "Wir werden die bisherige Marke von 1,4 Mrd. Euro aus dem Jahr 2024 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit überschreiten", führte Novak aus.

Boom zu Weihnachten

Besonders beliebt war Wien in der Vorweihnachtszeit: Für Dezember werden 2,188 Mio. Übernachtungen in der Statistik ausgewiesen. Das ist ein Plus von 9 Prozent. Der vergangene Dezember erreichte damit auch als einziger Monat die 2-Mio.-Marke.

Laut Wien-Tourismus-Chef-Kettner wird die Liste der Herkunftsländer im Jahr 2025 von Deutschland, Österreich und den USA angeführt. Insgesamt kamen 83 Prozent der Gäste aus dem Ausland, wobei die Entwicklung unterschiedlich ausfällt. So liegt etwa Japan noch deutlich unter den Werten aus der Zeit vor der Pandemie.

Das Wachstum aus den USA und Kanada ist hingegen auch dank zusätzlicher Flugverbindungen stabil. Wie der COO der Austrian Airlines, Stefan-Kenan Scheib, berichtete, sind die Nordamerika-Verbindungen besonders beliebt. Höchste Auslastungswerte gab es etwa Ende des Jahres bei den Flügen aus New York bzw. Newark. Generell reisten rund 39 Prozent der Besucherinnen und Besucher mit dem Flugzeug an.

Für die Bahn entschieden sich im Vorjahr knapp über 30 Prozent der Wien-Urlauber*innen. ÖBB-Personenverkehrs-Vorstand Othmar Frühauf verwies darauf, dass etwa durch die neu eröffnete Koralmbahn auch internationale Märkte besser angebunden würden. Aus Triest oder Venedig sei Wien nun deutlich rascher zu erreichen. Auch würden weitere Nachtverbindungen auf den Nightjet der neuen Generation upgegradet.

Sind sie in der Donaumetropole angekommen, stehen den Gästen aktuell rund 84.000 Betten in cirka 42.000 Zimmern zur Verfügung. Insgesamt gibt es in der Bundeshauptstadt 450 Hotels. 17 Beherbergungsbetriebe kamen im Vorjahr neu dazu. Das führte auch zu einem Wachstum beim Bettenangebot, das um drei Prozent zulegte.

2026 im Zeichen des Song Contests

Dass der Boom im heurigen Jahr nachlässt, ist nicht zu erwarten - im Gegenteil: Neben zahlreichen Kongressen sorgt auch der Song Contest im Mai für regen Andrang. Wie Kettner ausführte, ist die Auslastung im betreffenden Zeitraum schon jetzt sehr hoch. Die Preise seien es zunächst auch gewesen, allerdings habe hier bereits eine Korrektur eingesetzt. Mitunter seien diese bereits reduziert worden, berichtete er. "Wir glauben nicht, dass die Bäume umsatzmäßig in den Himmel wachsen werden."

Erfreut zeigt man sich beim Wien-Tourismus, dass sowohl Besucher als auch Einheimische trotz der Rekordwerte mit der Situation weitgehend zufrieden zu sein scheinen. Neun von zehn befragten Bewohner*innen sehen den Tourismus laut einer Befragung positiv. Damit schneide Wien so gut ab wie kein anderes Bundesland, hob man hervor. Und auch den allermeisten Reisenden dürfte es hier gefallen: Ebenfalls neun von zehn würden Wien weiterempfehlen. (apa)