AKH Wien setzt auf Virtual Reality in der Pflegefortbildung
Das Universitätsklinikum AKH Wien hat eine neue Virtual-Reality-Schulung für Pflegekräfte eingeführt. Ziel der Schulung ist es, Wissen zur Vorbeugung von Delir zu vermitteln und das Bewusstsein für die Situation betroffener Patient*innen uzu stärken. Delir ist eine akute, vorübergehende Bewusstseinsstörung, die unter anderem mit Verwirrtheit und körperlichen Symptomen einhergehen kann.
Die Direktion des Pflegedienstes beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Thema Delir und hat bereits verschiedene Präventionsmaßnahmen umgesetzt. Die neue VR-Schulung ergänzt dieses Angebot durch ein interaktives Training. Pflegekräfte lernen dabei, wie sie Patientinnen und Patienten mit unterschiedlich ausgeprägtem Delir unterstützen und einem Delir möglichst vorbeugen können.
Ein zentraler Bestandteil der Schulung ist das Erleben eines simulierten Delirs aus Patientensicht. In virtuellen Szenarien werden Wahrnehmungen dargestellt, wie sie Betroffene nach Operationen erleben können. Dies soll das Verständnis für die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten erhöhen.
Die VR-Schulung wird laut AKH Wien erstmals im deutschsprachigen Raum eingesetzt. Entwickelt wurde das Projekt im Rahmen des gemeinsamen Innovationsmanagements von AKH Wien und VKMB. Die Schulung wird schrittweise in die regulären Pflegefortbildungen integriert, eine individuelle Teilnahme ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AKH Wien ebenfalls möglich.