Wiens Bezirke müssen sparen
Ebenfalls einen Beitrag zur Konsolidierung des aktuell angespannten Stadtbudgets leisten müssen die Wiener Bezirke. So soll das Budget für die 23 Wiener Gemeindebezirke auf dem Niveau von 2025 eingefroren werden. Das teilt das Büro von Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) der APA am Freitag mit.
Der sich daraus ergebende Beitrag zur Dämpfung des Defizits: Mehr als 17 Millionen Euro. Es handle sich um eine proaktive Maßnahme, damit Wien auch weiterhin kraftvoll in soziale Sicherheit, Bildung, Pflege und Infrastruktur investieren könne, wurde betont.
"Die Wiener Bezirke helfen beim Sparen. Sie zeigen damit, dass sie die gemeinschaftlichen Anstrengungen der Budgetkonsolidierung als verlässlicher Partner mittragen", hieß es in einer Stellungnahme der Stadträtin. Der Sprecher der SPÖ-Bezirksvorsteher, der Liesinger Bezirkschef Gerald Bischof, befand: "Es ist gut nachvollziehbar, dass auch die Wiener Bezirke im Rahmen der Bezirksbudgets ihren Beitrag im Konsolidierungsprozess leisten werden."

SPÖ-Finanzstadträtin Barbara Novak steht vor der Aufgabe, ein ausgeglichereneres Zukunftsbudget für die Stadt zu erwirken (Bild: David Bohmann)
Appell an den Bund
Novak zeigte sich überzeugt, dass es nun "Zusammenhalt auf allen Ebenen" brauche. Gemeinden, Bund und Bezirke müssten gemeinsam an einem Strang ziehen: "Die laufenden Stabilitätspaktverhandlungen machen deutlich, dass es einen gesamtstaatlichen Schulterschluss braucht. Wir erwarten uns auch vom Bund, dass er sich dieser Verantwortung stellt, denn nur gemeinsam können wir Wiens Daseinsvorsorge nachhaltig sichern."
Die Bundeshauptstadt schnürt derzeit ein Sparpaket. Verkündet wurde Anfang der Woche etwa Preis- bzw. Tariferhöhungen bei den Öffis und beim Parken. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat überdies Einschnitte bei der Mindestsicherung angekündigt. (APA/Red)