Hundezone: Neugestaltung als Aufreger
Es sind rund 20 Hundebesitzer*innen aus dem 15. Bezirk die Montagfrüh ihrem Ärger vor dem Bezirksamt Rudolfsheim-Fünfhaus Luft machen. Es geht um die Hundezone im Forschneritschpark an der Johnstraße. Nach einer Neugestaltung gehen die Wogen hoch.
Hundehalter*innen: Neugestaltung als "Verschlimmbesserung"
„Vor rund einer Woche sind die Bagger gekommen, haben den Weg entfernt und einen Riesenhaufen Rindenmulch gebracht, dabei wollten wir Begrünung. Der Hydrant wurde versetzt, jetzt läuft aber kein Wasser mehr, wir sind maßlos enttäuscht“, erklärt Anrainerin und Hundehalterin Barbara Eder im W24-Gespräch. Der „Neugestaltung“ wären zahlreiche Gespräche vorausgegangen, samt Vorschlägen und Hilfsangeboten von Seiten der Hunde-Community, umgesetzt wurde quasi nichts, lautet die Kritik. Am 3. August hat Eder nun eine Petition gestartet, die mit Stand Montagmittag 243 Personen unterzeichnet haben. Die Neugestaltung sei eine „Verschlimmbesserung“, so der Tenor.
Kompromisse bereits 2018
In einer ersten Stellungnahme von Seiten des Bezirks heißt es, dass rund um Park-Umgestaltung samt Bürger*innenbeteiligung im Jahr 2018, Kompromisse notwendig gewesen wären: „So ist es beispielsweise nicht möglich, Hundezonen in abschüssigem Gelände zu errichten. Die Hundezone soll den Park zudem nicht in zwei Teile spalten – der Park soll für alle auch außerhalb der Hundezone frei nutzbar und durchquerbar bleiben. (..) Nach Gesprächen mit Hundebesitzerinnen und -besitzern wurden Begrünungen sowie eine Erhöhung der Umzäunung umgesetzt, um eine möglichst angenehme und hundegerechte Zone zu schaffen. Der Grünraum wird intensiv genutzt und kann nur durch gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme gut funktionieren.“ (Stellungnahme des damaligen Umweltschutzbeauftragten Gerhard Graf)
Eder: "Hundezone ist zu klein"
Jeden Tag nutzen laut Eder rund 40 bis 70 Hundehalter*innen die Hundezone im Forschneritschpark. Der Park, unweit des Meiselmarkts, wurde nach einer Bürgerbeteiligung 2018 umgestaltet. Im oberen Teil des Parks, in Schulnähe, befindet sich ein Kinderspielplatz, anschließend ein Mehrgenerationenbereich, sowie Sitzgelegenheiten, daneben der Ballkäfig und abschließend die 363 Quadratmeter große Hundezone.
Wunsch: Mehr Begrünung, besserer Sichtschutz
Die Hundehalter*innen hatten sich im Vorfeld für mehr Begrünung, einen besseren Sichtschutz an den Seiten und eine neue Entwässerung ausgesprochen. Auch die wilden Rollerfahrten durch den Park, direkt neben der Hundezone waren Thema. Jetzt ist vor allem die Barrierefreiheit Thema, denn der Weg durch die Hundezone wurde entfernt, beklagt unter anderem Hundehalterin und Anrainerin Marica Brezina im W24-Interview.
Erweiterung um Wiese machbar?
Geht es nach den Hundebesitzer*innen soll die Zone um die Wiese in Richtung Märzstraße erweitert werden. Dies würde einen betonierten Weg bringen und Konfliktzonen entschärfen, da Rollerfahrten dann nicht mehr möglich wären.
Eine Umgestaltung, wie von den Hundebesitzer*innen gefordert, sei technisch nicht machbar, heißt es am Montag dazu aus dem Büro von Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ). Man sei aber „für Ideen aufgeschlossen“. Es soll schon bald Gespräche geben. Diese seien im Hinblick auf die Barrierefreiheit notwendig, betont am Montag Bezirksvorsteher-Stellvertreter, Haroun Moalla. Ansonsten werden sie wohl bald wieder vor dem Bezirksamt aufmarschieren - die Hundehalter*innen samt Vierbeinern aus dem Forschneritschpark. (vk)