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Wiener Forscher findet neuen Ansatzpunkt gegen Parkinson Wiener Forscher findet neuen Ansatzpunkt gegen Parkinson
Gesundheit

Wiener Forscher findet neuen Ansatzpunkt gegen Parkinson

Ein alternativer Signalweg zur Entsorgung defekter Mitochondrien existiert und könnte aktiviert werden, wenn der primäre Signalweg gestört ist.
W24 Redaktion
Freitag, 25. Juli 2025
Verfasst am 25.07.2025 von W24 Redaktion

Kaputte Energie-Generatoren können in menschlichen Zellen mit zumindest zwei Signalen dem Recycling zugeführt werden, berichten Wiener Biologen. Bei der Parkinson Erkrankung, an der auch der jüngst verstorbene Rocksänger Ozzy Osbourne litt, beschleunigen Defekte in der Entsorgung dieser "Mitochondrien" den Nervenzellen-Verlust. Zur Parkinson-Behandlung könnte man eventuell einen Signalweg therapeutisch forcieren, wenn der andere kaputt ist, erklären die Forscher.

Ihre Studie erschien im Fachblatt "Nature Cell Biology". Bisher galt ein Eiweißstoff namens "FIP200" als essenziell für das Mitochondrien-Recycling, so die Forscher um Sascha Martens von den Max Perutz Labs der Universität Wien in einer Aussendung. Sie haben mit sogenannten "WIPI-Eiweißstoffen" nun aber einen parallelen Auslöser-Mechanismus entdeckt. "Dies könnte den Weg für Therapien ebnen, die gezielt einen Signalweg aktivieren, um Defekte im anderen auszugleichen", schrieben sie: "Dies hat langfristig Potenzial für die Behandlung der Parkinson-Krankheit."

Bei Parkinson, einer bis heute nicht heilbaren neurodegenerativen Erkrankung, sterben vornehmlich Dopamin-produzierende Nervenzellen im Mittelhirn. Der Mangel am Botenstoff Dopamin führt unter anderem zu Bewegungsstörungen. Zur Behandlung der Symptome stehen medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien zur Verfügung.

(APA/Red)
Fotocredits: Pixabay