Neue Fernkältezentrale mit größtem Eiswürfel Wiens
In der unterirdischen neuen Fernkältezentrale in einem Nebengebäude des MedUni Campus Mariannengasse ist es kühl. Fast eisig. Und um klimafreundliches Kühlen geht es bei der Pressekonferenz zur Inbetriebnahme der insgesamt achten Fernkältezentrale der Wien Energie. Erstmals kommt auch ein Eisspeicher zum Einsatz, der die Kühlung noch effizienter macht und wahrscheinlich der größte Eiswürfel Wiens ist. Der Eisspeicher wird in Zeiten geringen Verbrauchs, wie nachts, die von den effizienten Maschinen erzeugte Kälte speichern und zu Spitzenzeiten wieder abgeben.
Spezielle Technik kommt zum Einsatz
Rund 20 Millionen Euro investiert Wien Energie in die Anlage: drei elektrische Kältemaschinen, eine Wärmepumpe und eine Absorptionskältemaschine mit insgesamt 17,7 Megawatt Leistung. Mit den Kältemaschinen wird Fernkälte zur Raumkühlung erzeugt. Über ein eigenes Leitungsnetz wird dieses kalte Wasser im Gebäude über spezielle Installationssysteme verteilt und die Wärme aus den Räumen entzogen.
Klimaerwärmung erfordert Maßnahmen
Auch in Wien gibt es mehr Tropennächte als früher, betont Michael Strebl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wien Energie. Das heißt Nächte, in denen es nicht mehr unter 20 Grad abkühlt. Diese Anlage im 9. Bezirk wird vor allem den Campus für die Medizinische Universität Wien mit Fernkälte versorgen. Er wird von der Bundesimmobiliengesellschaft errichtet – für rund 2.000 Studierende und 750 Mitarbeiter*innen. 2027 soll der Universitätsbetrieb beginnen. Dank dieser Fernkältezentrale können die Studierenden auch bei hitzigen Diskussionen, an heißen Tagen oder bei Prüfungen einen kühlen Kopf bewahren.