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Budget 2026: Erste Details verlautbart Budget 2026: Erste Details verlautbart
Politik

Budget 2026: Erste Details verlautbart

Bei einem Hintergrundgespräch erläutert Finanzstadträtin Barbara Novak den Fahrplan für Wiens Budget 2026.
Christoph Schütz
Dienstag, 14. Oktober 2025
Verfasst am 14.10.2025 von Christoph Schütz

Wien muss sparen. Das wirkt sich auf das kommende Stadt-Budget für 2026 aus. In der Gerüchteküche war bereits von der Abschaffung des Gratis-Kindergartens die Rede. Doch da kann Finanzstadträtin Barbara Novak bei einem Hintergrundgespräch im Rathaus am Dienstag entwarnen: Gratis-Kindergarten und Gratis-Ganztagesschule werden bleiben, ebenfalls der Fokus auf leistbares Wohnen und das Bekenntnis zur Klimaneutralität bis 2040.

Und trotzdem muss Wien künftig einen Sparkurs fahren. Denn: 2,65 Milliarden Euro beträgt das Budgetdefizit. Dadurch steigen die Schulden der Stadt auf über 17 Milliarden Euro, erläutert Wiens Finanzdirektor Christoph Maschek.

Zwei Drittel will die Stadt 2026 über ihre Ausgaben einsparen. Förderungen und Zuschüsse sollen in allen Ressorts um 10 bis 15 Prozent gekürzt werden - sowohl in der Kultur, in der Verwaltung, als auch in der Infrastruktur sowie in der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Auch der Wiener Gesundheitsverbund und der Fonds Soziales Wien werden ihre Ausgaben kürzen. Die größte Kostensenkung jedoch betrifft die Mindestsicherung. 200 Millionen Euro will Wien durch eine entsprechende Reform einsparen.

Bei ihren Einnahmen will die Stadt 2026 stark zulegen. 590 Millionen Euro plant Wien durch die Erhöhung des Wohnbauförderungsbeitrags einzunehmen. Darüber hinaus werden auch spezielle Gebühren erhöht, wie etwa die Feuerwehrgebühr, die Gebühr bei Luxushochzeiten sowie die Preise von Park & Ride.

Weiterhin aber investiert Wien in den Tourismus, den Gewaltschutz und die Frauengesundheit. Weiter fließt Geld u.a. in den Ausbau von Behindertenhilfe und in Plätze für Psychische Gesundheit sowie in die Forschung.

Wiens Budget für 2026 steht noch nicht endgültig fest. Fertig gestellt und veröffentlicht wird es Mitte November. Kurz vor Weihnachten soll es dann im Gemeinderat diskutiert und beschlossen werden.