Diese Webseite speichert Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung von W24.at erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK
Schließen
Wohnbauleistung: ÖVP Wien kritisiert Stadt Wohnbauleistung: ÖVP Wien kritisiert Stadt
Wohnen

Wohnbauleistung: ÖVP Wien kritisiert Stadt

Der Wiener ÖVP geht der Bau von günstigen Wohnungen in Wien zu langsam voran.
W24 Redaktion
Donnerstag, 13. Juni 2019
Verfasst am 13.06.2019 von W24 Redaktion

Die Wiener ÖVP ist der Meinung, dass die Stadtregierung der anvisierten Neubauleistung im geförderten Wohnbereich nicht zur Gänze nachkommt und hat diesbezüglich jetzt ein Prüfansuchen beim Stadtrechnungshof eingereicht. ÖVP-Wien-Stadtrat Markus Wölbitsch sagt dazu am Donnerstag: „Leistbares Leben und leistbares Wohnen sind uns ein großes Anliegen. Rot-Grün inseriert zwar viel geförderten Wohnbau, realisiert aber nur wenig. Um Wohnen deutlich leistbarer zu machen, braucht es eine gewisse Neubauleistung, der die rot-grüne Stadtregierung aber nicht nachkommt“.

Angesichts des Bevölkerungswachstums habe etwa die Arbeiterkammer Wien laut ÖVP WIen als jährliches Neubauziel 9.000 geförderte Wohnungen angegeben. Die Zahl der realisierten geförderten Wohnungen in den letzten Jahren liege aber laut Partei aber weit unter der 5.000er-Marke.

Wölbitsch und ÖVP-Wien-Wohnbausprecher Ulm kritisieren, dass die Wohnbauförderung dadurch offensichtlich nicht optimal ausgeschöpft sei und das Geld für den geförderten Wohnbau daher nicht im tatsächlichen Wohnbau ankomme. „Der Wohnungsdruck wird immer größer, das Versäumte immer schwerer zum Nachholen. Dazu fehlen nachvollziehbare und transparente Zahlen. „Deswegen stellen wir ein Prüfansuchen an den Stadtrechnungshof, damit dieser die Wohnbauleistung der Stadt Wien unter die Lupe nimmt“, so Wölbitsch.

Das Forderungspaket der neuen Volkspartei Wien für leistbares Leben und Wohnen ist klar: „Mehr Gerechtigkeit, mehr Wohnungen und mehr Eigentum“, so Wölbitsch. Gerade im Wiener Gemeindebau braucht es mehr Gerechtigkeit und soziale Treffsicherheit. Auch eine aktuelle Wifo-Studie bringt zum Vorschein, dass Gemeindewohnungen zum Teil nicht bei jenen ankommen, die dringend günstigen Wohnraum brauchen.

Ein Sprecher von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál reagierte gegenüber W24 umgehend: "Die ÖVP unternimmt mit ihren Forderungen einmal mehr den Versuch, die Mittelschicht aus dem sozialen Wohnbau zu drängen. Das kommt für die Stadtregierung jedoch nicht in Frage. Insgesamt leben heute fast zwei Drittel (62 Prozent) der Wienerinnen und Wiener im sozialen und geförderten Wohnbau. Die Wiener Wohnbaupolitik hat eine preisdämpfende Wirkung auf den Wohnungsmarkt und ist die größte Förderung der Mittelschicht in der Stadt. Die Prüfung des Stadtrechnungshofes ist uns willkommen. Wien bringt bis 2020 rund 14.000 geförderte Wohnungen und zusätzlich rund 4.000 Gemeindebau Neu Wohnungen auf Schiene".

Bild: ÖVP Wien