Diese Webseite speichert Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung von W24.at erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK
Schließen
Die Zeichen stehen auf Türkis-Grün Die Zeichen stehen auf Türkis-Grün
Politik

Die Zeichen stehen auf Türkis-Grün

Die FPÖ will nach dem türkis-grünen Flirt einstweilen keine weiteren Sondierungsgespräche mehr mit der VP führen.
Hannes Huss
Donnerstag, 10. Oktober 2019
Verfasst vor 3 Tagen von Hannes Huss

Die erste Runde der offiziellen Sondierungsgespräche ist abgeschlossen und die Zeichen stehen - wenn auch nur zart - auf Türkis-Grün. Nach der finalen Unterredung mit Grünen-Chef Werner Kogler am Mittwochabend deutet alles auf Verhandlungen zwischen ÖVP und Grünen hin. Zwar nahm Kogler nach seinem Vier-Augen-Gespräch mit Kurz das Wort Verhandlungen noch nicht in den Mund, erklärte aber, er wolle "vertiefende Sondierungsgespräche".

Geht es nach Kogler, soll das Abtasten intensiviert werden: Er habe aus dem Gespräch mitgenommen, "dass wir in echte Gespräche einsteigen wollen und werden". "Wir werden uns jetzt weiter vorbereiten auf ernsthafte Sondierungen. Ich gehe davon aus, dass der Ex-Kanzler in den nächsten Wochen einen bestimmten Sondierungsfahrplan vorlegen wird", sagte Kogler nach seiner rund zweistündigen Unterredung mit Kurz.

Kurz erklärte bei einem Medienstatement, dass in den ersten Gesprächen drei Parteien ihren "grundsätzlichen Willen zu regieren" deponiert hätten - und zwar SPÖ, Grüne und NEOS. FP-Chef Hofer habe dagegen erklärt, "dass er das Wahlergebnis derzeit nicht als Auftrag sieht zu regieren und auch nicht als Auftrag sieht, sofort in Regierungsverhandlungen einzusteigen“.

Politikexperten erwarten nun weitere vertiefende Gespräche zwischen Kurz und der SPÖ und den NEOS. Sozialdemokraten und Liberale dürften neben den Grünen grundsätzliche Bereitschaft gezeigt haben, mitzuregieren.

Die FPÖ dürfte vorerst für eine Neuauflage von Türkis-Blau nach dem Flirt mit Grün aus dem Rennen sein. Die FPÖ will, wie sie am Donnerstag verlautbaren ließ, vorerst nicht für weitere Sondierungsgespräche mit der ÖVP zur Verfügung stehen.

FPÖ-Chef Norbert Hofer warnte zuvor in einer Aussendung vor einer "Linkswende in türkisem Mantel". Österreich stehe offenbar vor einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene, erklärte Hofer. (APA/Red/hh)