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Job: Ohne Qualifizierung geht nichts Job: Ohne Qualifizierung geht nichts
Wirtschaft

Job: Ohne Qualifizierung geht nichts

Besser qualifizierte Arbeitskräfte - das wünschen sich Stadt und Sozialpartner rund um den Qualifikationsplan 2030.
Vanessa Kogler
Mittwoch, 14. März 2018
Verfasst am 14.03.2018 von Vanessa Kogler

Die Stadt Wien und die Sozialpartner haben sich auf eine Verlängerung des sogenannten Qualifikationsplans verständigt. Dabei geht es um Maßnahmen, mehr Menschen in Aus- und Weiterbildung zu bringen und damit deren Berufschancen zu verbessern. SPÖ-Vertreter des Podiums warnten allerdings, dass angedrohte Kürzungen des Bundes für das Arbeitsmarktservice das Maßnahmenpaket gefährden würden.

Von 2020 – zu 2030

Das Maßnahmenbündel ist im Wesentlichen die Fortsetzung des 2013 ins Leben gerufenen "Qualifikationsplan 2020", der ob seiner Weiterführung nun "Qualifikationsplan 2030" heißt. Kernpunkte sind etwa die finanzielle Unterstützung für Menschen, die etwa ihren Lehrabschluss nachholen wollen, oder die beispielsweise im Erwachsenenalter eine Zusatzausbildung abseits der Pflichtschule absolvieren möchten.

Überbetriebliche Lehrstellen – wie geht’s weiter?

Weiterer Schwerpunkt des Pakets ist die Finanzierung überbetrieblicher Lehrstellen durch das AMS Wien. "Diese Maßnahmen müssen finanziell abgesichert werden", appellierte Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) an die schwarz-blaue Regierung. Denn dass die Stadt etwaige Ausfälle kompensiert, das könne es nicht geben: "Es ist sicher nicht möglich, dass die einen sparen und die anderen zahlen."
Neben ÖGB-Chef Erich Foglar warnte auch Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske, dass die angedrohten Kürzungen beim AMS beispielsweise die Streichung Hunderter überbetrieblicher Lehrstellenplätze bedeuten würde. Das hätte nicht nur für einzelne Menschen negative Folgen, sondern würde zudem den Fachkräftemangel verschärfen.

Qualifikation durch Bildung

Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) wiederum forderte ein, den Geldtopf für Integrationsmaßnahmen wie etwa die Sprachförderung nicht anzutasten. Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) warb für die Unterstützung des Qualifikationsplans im Zusammenhang mit der erhofften Reduzierung der Mindestsicherungsbezieher: "Das Sprungtuch aus dem sozialen Netz hinein in den Arbeitsmarkt ist Qualifikation."


Die schwarzen Vertreter am Podium gingen auf die im Raum stehenden Kürzungen durch den Bund nicht ein. Wiens Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck führte den Wirtschaftsstandort ins Treffen. Entstehende Arbeitsplätze müssten auch mit gut qualifiziertem Personal befüllt werden. Wolfgang Hesoun, Chef der Wiener Industriellenvereinigung, betonte: "Selbst in einer Hochkonjunktur ist jemand, der nicht qualifiziert ist, nicht in der Lage, an diesem Hoch teilzunehmen." (apa/vk)