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Wohnungslosenhilfe heißt jetzt "Obdach Wien" Wohnungslosenhilfe heißt jetzt "Obdach Wien"
Chronik

Wohnungslosenhilfe heißt jetzt "Obdach Wien"

Die größte Trägerorganisation der Wiener Wohnungslosenhilfe hat ab sofort einen neuen Namen.
Hannes Huss
Freitag, 12. Jänner 2018
Verfasst am 12.01.2018 von Hannes Huss

Im Rahmen des Winterpakets der Stadt Wien werden die Nachtquartiersplätze für obdachlose Menschen ausgebaut. Die Maßnahme wird auch heuer - einem bisher vergleichsweise warmen Winter - stark angenommen. Bis dato nutzten knapp 2.000 Personen - 1.625 Männer und 307 Frauen - einen Notschlafplatz. Im Schnitt gab es monatlich 25.900 Übernachtungen, informierte der Fonds Soziales Wien (FSW) am Freitag.

"Der letzte Winter war sehr kalt. Heuer haben wir einen eher warmen Winter, aber die Nutzung ist ungefähr gleich", sagte Kurt Gutlederer vom FSW bei einem Pressetermin anlässlich der Umbenennung der größten Trägerorganisation der Wiener Wohnungslosenhilfe "wieder wohnen" in Obdach Wien. Im Vorjahr standen 1.126 Winterschlafplätze zur Verfügung, die von 3.240 Einzelpersonen und Paaren sowie 43 Familien in Anspruch genommen wurden.

Im Rahmen des aktuellen Winterpakets wurden die 300 ganzjährig bestehenden Notschlafplätze auf knapp 1.200 aufgestockt, zusätzliche Wärmestuben zu den bestehenden Tageszentren eingerichtet und die Straßensozialarbeit ausgebaut. Im Vergleich zum Zeitraum Mai bis Oktober führten die Teams seit Beginn des Winters bisher doppelt so viele Gespräche, berichtete Gutlederer. Auch für Familien gibt es seit einigen Jahren spezielle Angebote. Für sie stehen heuer 24 Plätze bereit.

Das Winterpaket der Wiener Wohnungslosenhilfe wird vom Fonds Soziales Wien finanziert und gemeinsam mit Obdach Wien, dem Wiener Roten Kreuz, Caritas, Samariterbund Wien, Volkshilfe Wien, den Johannitern und der St. Elisabeth Stiftung umgesetzt. Die Maßnahme startete Anfang November und läuft noch bis Ende April. (apa)