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Schlaganfall: Der harte Weg zurück ins Leben Schlaganfall: Der harte Weg zurück ins Leben
Gesundheit

Schlaganfall: Der harte Weg zurück ins Leben

Wir begleiten zwei der Patienten bei ihren Terminen im Therapiezentrum für halbseitig Gelähmte in Wien Liesing.
Michael Glatz
Montag, 18. Februar 2019
Verfasst am 18.02.2019 von Michael Glatz

Alle sechs Minuten erleidet in Österreich jemand einen Schlaganfall. Das macht in etwa 24.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Die Patienten sind meist lange im Krankenhaus und danach auf Reha. Doch der Alltag zu Hause stellt auch dann noch eine enorme Herausforderung dar. Das Therapiezentrum für halbseitig Gelähmte setzt hier seit 35 Jahren an. Im ambulanten Betrieb arbeiten 15 Therapeutinnen mit durchschnittlich 75 Patientinnen und Patienten pro Woche. Das Ziel: den Alltag so gut wie möglich wieder selbst zu meistern.

Der Weg zurück in den Alltag

Wir begleiten zwei der Patienten bei ihren Therapie-Terminen im Therapiezentrum für halbseitig Gelähmte in Wien Liesing.
Für den heute 61-jährigen Erich Hofbauer-Hofmann ändert sich durch einen Schlaganfall über Nacht alles. 2 Monate verbringt er im Krankenhaus, danach geht es auf Reha, seit Oktober ist er Patient hier. Kleine Erfolge sind es, die Herrn Hofbauer-Hoffman die Kraft am Weitermachen geben, auch wenn manchmal der Glaube an ein selbstständiges Leben schwerfällt, wie er im W24-Interview sagt: „Geglaubt nicht, aber gewünscht hab ichs mir“.
Josef Jiricek ist heute 56 und ist seit rund einem halben Jahr in Behandlung. Dass sich der leidenschaftliche Hobby-Koch je wieder ans Gemüseschälen wagen wird, hat er nicht gedacht.

Lange Warteliste

In einer möglichst dem Alltag nachempfundenen Umgebung arbeiten die Therapeutinnen mit den Patientinnen und Patienten mit einer Kombination aus Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie. „Weil der Patient wirklich von allen Richtungen abgeholt wird… so dass es ein allumfassender Ansatz ist.“, erklärt uns Christine Fritz, Leiterin des Therapiezentrums.
Die Anfrage ist groß: Etwa 55 Patienten stehen regelmäßig auf der Warteliste. Immerhin ist das Zentrum in Ostösterreich das einzige ambulante Rehabzentrum mit Langzeittherapie in diesem Bereich. Der Obmann des Vereins, Günter Lenhart, der hinter dem Zentrum steht, würde sich mindestens 10 dieser Zentren für Wien wünschen.

Bis zu 80.000 Euro aus Spenden 

Die anfallenden Kosten werden zu einem großen Teil von den Krankenkassen gedeckt, dazu kommen Subventionen des Fonds Soziales Wien. Die verbleibenden 60.000 bis 80.000 Euro pro Jahr müssen etwa durch Spenden aufgestellt werden.